Im Forum des Immortality Instituts wurde kürzlich noch einmal auf einen Artikel von Arthur Caplan hingewiesen, der schon im April veröffentlicht worden war. Darin setzt sich einer der hochrangigsten Bioethiker der USA, Professor und Direktor einschlägiger Universitätsinstitute, Mitglied hochrangiger Regierungskommissionen, Autor unzähliger wissenschaftlicher Publikationen usw. mit einigen Standardeinwänden gegen den Wunsch nach Langlebigkeit und Unsterblichkeit auseinander und kommt zu der Einschätzung, wie sie die obige Überschrift schon zusammenfasst. Die Auseinandersetzung beansprucht keine Vollständigkeit und ist im einzelnen auch nicht besonders originell, denn wer strebte beispielsweise tatsächlich an, bis in alle Ewigkeit an den verschiedenen Altersgebrechen zu leiden!? Schön, daß aber auch angesehene Experten zu den naheliegendsten Schlüssen kommen und öffentlich Gehör finden, um mit ihrer geistigen Reputation wenigstens die dümmsten Einwände nach und nach zu entkräften: It’s not immoral to want to be immortal.