Samenflüssigkeit soll Alterung bremsen
Eine Substanz aus dem Sperma kann angeblich das Altern von Zellen aufhalten. Euphorisch sprechen einige Forscher vom “heiligen Gral der Altersforschung” – auch wenn sie ihre Erfolge bisher nur bei Zellkulturen und Organismen wie Würmern und Mäusen erzielt haben. Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 05.10.09
Dieser Eintrag wurde am Samstag, 10. Oktober 2009 um 08:04 erstellt und ist abgelegt unter Alternsforschung, Natürliche Unsterblichkeit, Top News. Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen.
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Manche Ergebnisse der modernen Wissenschaft sind wirklich verblüffend, denn wer dächte bei dieser Meldung nicht sofort an bestimmte Lebensverlängerungspraktiken der altchinesischen Taoisten, die ebenfalls dem Sperma eine besondere lebensverlängernde Kraft zuschrieben!? In der Vorstellungswelt des Taoismus ist die Lebenskraft chi weitgehend mit der Sexualenergie identisch und insbesondere im Sperma konzentriert. Dementsprechend gibt es vielfältige Anleitungen zum rechten Umgang mit dieser Energie, die im Sexualakt nur sehr bewußt und kontrolliert verausgabt werden soll, wie ganze Übungssystem die Erzeugung, das Ansammeln, Speichern, Lenken und den Austausch der Sexualenergie lehren. Einleitend hierzu lese man etwa ‘Das Tao der Liebe’ von Jolan Chang (bzw. die Erzählung ‘Das Lächeln des Tao’ des französischen Schriftstellers Lawrence Durrell, in dem der Autor über eine Begegnung mit Chang berichtet.), das Buch ‘Tao und Unsterblichkeit’ von Ronald Schweppe und Aljoscha Schwarz oder die Bücher von Mantak Chia.
Natürlich sind die Einsichten der modernen Medizin und Alternsforschung zunächst wenig mit solchen uralten Lehren kompatibel, da sie in völlig verschiedenen geistigen Bezugssystemen stehen. Trotzdem besitzen die Medizintraditionen alter Völker und insbesondere auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ein Kernelement der an der langjährigen Erfahrung geschulten Empirie, das sie mit modernem Wissen prinzipiell vergleichbar machen müsste. Vielleicht führt ja das bessere Verständnis des Spermidins zu einer tieferen Erklärung bzw. partiellen Bestätigung dieses vormodernen Erfahrungswissens, wie umgekehrt das systematische Studium der alten Traditionen Hinweise für die moderne Hypothesenbildung liefern könnte…