Vor zehn Jahren bildete die deutsche Regierung den Nationalen Ethikrat. Gründungsmitglied Volker Gerhardt spricht über die Abschaltung von AKW und den Beginn des Lebens. Weiter zum Interview mit Philosopieprofessor Volker Gerhardt auf ZEIT-Online vom 03.05.11
Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’
“In der Ethik kann es keine Kompromisse geben”
Mittwoch, 11. Mai 2011Kann die Zeit enden?
Donnerstag, 05. Mai 2011Ein Ende der Zeit erscheint einerseits unmöglich, andererseits geradezu unvermeidlich. Jüngste physikalische Forschungsansätze deuten auf eine Lösung für dieses Paradoxon. Autor: Georg Musser —– Weiter zum Artikel aus der Mai-Ausgabe 2011 der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. Ebenfalls lesenswert ist die Rezension zum Buch von Andreas Kilian ‘Die Logik der Nicht-Logik – Wie Wissenschaft das Phänomen der Religion heute biologisch definieren kann’. Der Link führt nur zum Inhaltsverzeichnis des Mai-Heftes.
Höllische Freude
Donnerstag, 05. Mai 2011Die Geschichte der Menschheit ist reich an Exzessen der Grausamkeit. Warum gibt es diese Lust an der Vernichtung anderer? Ein Gespräch mit Englands Kult-Marxisten Terry Eagleton über sein neues Buch “Das Böse”. Weiter zum Interview auf ZEIT-Online vom 02.05.11
Die Verbindung von Hirnforschung und Philosophie
Donnerstag, 05. Mai 2011Wie Katastrophen den Glauben prüfen
Dienstag, 22. März 2011(…) Die apokalyptisch anmutenden Ereignisse in Japan führen zu einem Problem, das die Welt beschäftigt, seit es Religionen gibt: Warum leiden Menschen? Speziell die monotheistischen Religionen fragen sich auch: Warum lässt ein Gott, der gemeinhin als gütig und liebend gilt, Unschuldige von Katastrophen und Leid treffen? Weiter zum Artikel der Nachrichtenagentur dpa via Berliner Zeitung-Online vom 17.03.11. Zum Erdbeben von Lissabon und zur Frage der Theodizee, siehe auch den Eintrag zu Goethes Notiz in ‘Dichtung und Wahrheit’.
Die verklärte Wissenschaft
Dienstag, 22. März 2011Das Bild vom Forscher ist ein widersprüchliches. Das zeigt nicht zuletzt der Versuch einer Partei das umfassende Plagiat und schließlich die Bereitschaft ihres Ministers zur Unehrlichkeit als irrelevant hinzustellen. Eine wahrhaft mittelalterliche Haltung gegenüber der Wissenschaft. Autor: Ralf Bönt —– Weiter zum Artikel der Frankfurter Rundschau-Online vom 11.03.11
Wer bin ich?
Montag, 07. März 2011Auf diese klassische Frage der Philosophie gaben große Denker die unterschiedlichsten Antworten. Erst heute rückt eine allgemein akzeptierte Erklärung des Selbst in greifbare Nähe – nicht zuletzt dank neuer Impulse aus der Neuropsychologie. Autor: Albert Newen —– Weiter zur Titelgeschichte bzw. zu Teil 1 der neuen Serie “Die größten Rätsel der Philosophie” in der März-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft. Der Text ist frei im Internet einsehbar. Weitere empfehlenswerte – aber nicht kostenfreie – Artikel aus dem März-Heft 2011 sind ein Beitrag zur Problematik der Willensfreiheit, ein Text zur Parkinsonforschung, ein Artikel über die Geschwindigkeit der Evolution und einer über Roboter als Naturforscher.
Die Mission des Philosophen Wagner
Dienstag, 08. Februar 2011Angehende Ingenieure lernen allerhand über Technik – Christoph Wagner will ihnen etwas anderes beibringen: Sie sollen sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst werden. Der Philosoph ist 81 Jahre alt, seine Mission lässt ihn nicht ruhen. Autor: Christoph Wöhrle —– Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 03.02.11. Siehe auch einen etwas anspruchsvolleren Essay zur Rolle von Werten in der Wissenschaft in der Februar-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft.
Ende der Zeit in drei Milliarden Jahren?
Montag, 24. Januar 2011Physiker leiten aus der Annahme, dass sich das Universum unendlich weiter aufbläht, ab, dass es ein Ende der Zeit geben muss. Autor: Florian Rötzer —– Weiter zum Artikel auf Telepolis-Online vom 13.01.11
Physik aus der Gottesperspektive
Donnerstag, 20. Januar 2011Stephen Hawking verkauft Wissenschaft als Religionsersatz. Das hat ihn weltberühmt gemacht. Seine Fachkollegen denken längst weiter. Autor: Eduard Kaeser —– Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 04.01.11
“Menschliches Leid verringern”
Freitag, 17. Dezember 201014 Jahre dauerte es im Nachbarland, bis ein Gesetz die Präimplantationsdiagnostik erlaubte. PID aus moralischen Gründen zu verbieten, geht nicht, meint der französische Ethiker Axel Kahn. Weiter zum Interview auf taz-Online vom 14.12.10
Die Dauerexistenz
Sonntag, 12. Dezember 2010Das Bio-Engineering und die neuen Aussichten auf irdische Unsterblichkeit.
Die Anti-Aging-Bewegung hat nicht nur in der Welt der Kosmetik Anhänger. Im Kreuzungspunkt von Wissenschaft und Science-Fiction propagieren radikale Lebensverlängerer ein Bio-Engineering, das aus Menschen Unsterbliche machen soll. – Was aber wäre, wenn es klappte? Autor: Uwe Justus Wenzel —– Weiter zum Artikel der Neuen Zürcher Zeitung-Online vom 09.12.10
Das kreative Universum
Sonntag, 12. Dezember 2010“Die Naturwissenschaft gilt heute als die grosse Wissensautorität, deren Erkenntnisse allgemein anerkannt und weltweit gefeiert werden. (…) Andererseits fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten. (…) Wie sind diese verschiedenen Welten zu vereinbaren? (…) Leben wir in einer Art kultureller Schizophrenie, wo man sich öffentlich zur Evolutionstheorie bekennt, aber privat doch lieber an Engel, Schamanen, Götter und Geister glaubt?”
(Aus der Inhaltsangabe auf spielfilm.de zur Dokumentation von Rüdiger Sünner ‘Das kreative Universum’, die seit dem 09.12.10 in den Kinos läuft.)
Herrje, bin ich alt geworden
Donnerstag, 02. Dezember 2010Schwarzes Loch im Denken des Westens: Der Prozess des Alterns, neue Formen des Terrorismus und selbst Liebesprobleme sind mit klassisch-europäischer Philosophie schwer zu begreifen. Der Philosoph Francois Jullien versucht deshalb, fernöstliche Weisheit und westliche Analyse zu versöhnen. Autor: Ariadne von Schirach —– Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 26.11.10
„Der neue Humanismus” – Menschenbild und Ethik
Donnerstag, 02. Dezember 2010„Die Würde des Menschen ist unantastbar” – diesem im Artikel 1 der Grundrechte verankerten Grundsatz wird jeder Humanist ohne zu zögern zustimmen. Die Frage, worüber sich diese Würde des Menschen definiert, ist wiederum nicht mehr so eindeutig zu beantworten. Hier scheiden sich die Geister, und hier unterscheidet sich auch der „alte” oder klassische Humanismus von dem, was man als „neuen Humanismus” bezeichnen kann. Was man unter diesem Begriff zu verstehen hat und was der „neue Humanismus” denn „Neues” zu sagen hat, darum geht es dem neusten von Helmut Fink herausgegebenen Sammelband „Der neue Humanismus”. Autor: Anna Ignatius —– Weiter zur Buchbesprechung des Humanistischen Pressedienstes (hpd) vom 25.11.10
Philosophieren heißt Sterben lernen?
Dienstag, 23. November 2010“In “Harry Potter” ist es immer noch am besten, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen, den Erwachsenen nicht alles zu glauben und auf Zaubertricks mit Eigensinn und selbstständigem Denken zu reagieren. Die Figuren mögen Kleingeistern nur als “Marionetten des Guten” erscheinen, vor allem aber sind sie, indem sie Träger von Ideen sind, auch Repräsentanten existentieller Haltungen.
Zuallererst der, sterben zu können. “Philosophieren heißt Sterben lernen”, schrieb Montaigne vieldeutig. Erwachsenwerden heißt Sterbenkönnen, zeigt Rowling. Es sind die Bösen, die nach Unsterblichkeit streben; das Streben danach, den Tod zu überwinden, ist Teufelswerk, das ist die These dieser Bücher. Man mag das inhaltlich fragwürdig finden, aber es ist immerhin satisfaktionsfähig.”
(Rüdiger Suchsland in seiner Filmbesprechung auf Telepolis-Online vom 19.11.10 zum neuen Harry Potter-Film)
Über die Angst vor dem Tod
Samstag, 06. November 2010Nachdenken über das Ende: In seinem Buch „Nichts, was man fürchten müsste” stellt sich Julian Barnes der Problematik des Todes und begibt sich auf eine Reise durch die Ideengeschichte der Menschheit. Autor: Herbert Scheuring —– Weiter zur Buchbesprechung der Main-Post-Online vom 29.10.10
Abschied vom Himmel
Samstag, 06. November 2010Schon frühe Hochkulturen kannten den Rhythmus der Gestirne. Aber erst seit dem späten Mittelalter beherrscht die Uhr den Alltag. Sie zergliedert die Zeit – und entfremdet den Menschen so von der Natur. Autor: Johann Grolle —– Weiter zum Artikel aus dem neuesten Heft von SPIEGEL Wissen: ‘Mehr Zeit’ via SPIEGEL-Online schon vom 26.10.10
Längeres Leben dank Lernen, Laufen und Lieben
Montag, 25. Oktober 2010Beatrix Grubeck-Löbenstein über Medizin und Altern
Als die Französin Jeanne Louise Calment am 4. August 1997 für immer ihre längst erblindeten Augen schloss, war sie genau 122 Jahre und 164 Tage alt – und damit der vermutlich älteste Mensch, der je auf unserem Planeten lebte. “Etwas über 120 Jahre dürfte wohl unsere maximales biologisches Alterslimit sein”, vermutet die Immunologin Beatrix Grubeck-Löbenstein. Weiter zum Artikel aus der Wochenendausgabe des Wiener Standard vom 23./24.10.10. An gleicher Stelle siehe auch das Interview mit dem Bevölkerungsexperten Wolfgang Lutz über die aktuelle demographische Entwicklung, das Interview mit Olympiasieger Anton Innauer über das Altern von Spitzensportlern sowie die rückwärts gewandte Analyse von Philosoph Konrad Paul Liessmann über den aktuellen Wandel der Altersbilder.
Der Tod bleibt ein Skandal und grausam
Dienstag, 19. Oktober 2010Überleben. Theologische Versuche und Hoffnungen zur „Auferstehung der Toten” – von den Upanischaden bis zur Existenzialphilosphie.
Und dann? Was wird aus dem Menschen nach dem Tod? Christen sagen in ihrem Glaubensbekenntnis, sie glaubten an die „Auferstehung des Fleisches”. Im Zeitalter der stark frequentierten Krematorien eine fragwürdige Formulierung? Was geschieht also mit dem Menschen nach dem Tod? Autor: Franz Mayrhofer —– Weiter zum Artikel der Salzburger Nachrichten-Online vom 11.10.10