Otfried Höffe wollte auf dem Welttag der Philosophie in Teheran über „Heilige Schriften innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft” sprechen. Weil der iranische Verantwortliche gegen Dissidenten hetzte, sagte Höffe seine Beteiligung ab. Der RM veröffentlicht, was er gesagt hätte. Autor: Otfried Höffe —– Weiter zum Artikel des Rheinischen Merkur-Online vom 07.10.10
Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’
Denken ist auf Religion angewiesen
Donnerstag, 14. Oktober 2010Ewiges Leben auf dem Prüfstand der Vernunft
Samstag, 02. Oktober 2010Wenn Christen „erbärmlicher daran sind als alle anderen Menschen” – Philosophische Woche fragt nach „Leben und Überleben”
Ist der von allen christlichen Konfessionen bekannte Glaube an die Auferstehung von den Toten und ein ewiges Leben noch vernünftig zu erklären? Oder müssen wir im Licht naturwissenschaftlicher Erkenntnis andere als die traditionellen Antworten geben? Autor: Maria Zwirner —– Weiter zur Veranstaltungsankündigung des Informationsdienst Wissenschaft vom 29.09.10
Vom Werden der Zukunft
Sonntag, 26. September 2010Die Geburt Christi als Nullpunkt aller Datierung und das Räderwerk der mechanischen Uhr – erst diese Erfindungen des Mittelalters ermöglichten unsere heutige Vorstellung einer linearen, auf eine ergebnisoffene Zukunft hinlaufenden Zeit. Autor: Thomas Maissen —– Weiter zu Teil 3 einer Serie zum Phänomen Zeit aus der September-Ausgabe von ‘Spektrum der Wissenschaft’. Der Link führt zu einer Anfangspassage des Textes und ist für Nicht-Abonnenten der Zeitschrift nur gegen eine Gebühr von 1,00 Euro im Netz verfügbar.
Wenn Technik Lösungen, aber keine Antworten bietet
Freitag, 27. August 2010Interview mit dem Philosophen Oliver Müller über chemo- und neurotechnologische Umbaumaßnahmen an Körper und Geist. Weiter zum Interview auf Telepolis-Online schon vom 20.08.10
Utopie verbindet
Mittwoch, 14. Juli 2010Vorbild für Rudi Dutschke, Vordenker einer ganzen Generation von Akademikern: Ernst Bloch lehrte eine an den Marxismus angelehnte Philosophie. Es lohnt sich, sie zu reaktivieren. Autor: Tobias Nolte —– Weiter zum Artikel auf taz-Online vom 07.07.10
Über das dritte Lebensalter
Freitag, 09. Juli 2010Friedrich Wilhelm Graf: “Über Glück und Unglück des Alters”
Rezensiert von Erik von Grawert-May
In “Über Glück und Unglück des Alters” geht es um das Glück jener älteren Menschen, die sich eigentlich noch gar nicht zu den Alten zählen und ein gesünderes, aktiveres und autonomeres Leben als gleichaltrige Generationen vor ihnen anstreben. Weiter zur Buchbesprechung auf der Homepage des Deutschland Radios Kultur vom 04.07.10
Denker des Abendlandes: Epikur
Sonntag, 06. Juni 2010Der griechische Philosoph Epikur aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert gilt als einer der Begründer des antiken Hedonismus. In der Ausgabe vom 7. Juni, 13 Uhr 15, 3 Sat, aus der Reihe ‘Denker des Abendlandes’ sprechen der Physiker Harald Lesch und der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl über eine umstrittene geistige Bewegung, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Die Sendung steht auch auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks als Videostream zur Verfügung. Eine aktuelle Einführung zur Philosophie des Hedonismus findet man dagegen in dem Text zum Audioblog ‘Glück & Glückseligkeit’ der Stimme Rußlands, einer russischen Nachrichtenseite in deutscher Sprache, vom 18.5.10. Zur Bedeutung des Hedonismus in immortalistischer Perspektive siehe auch den Text ‘Was heißt Transhedonismus?’ vom Juni 2007.
Die Würde des Menschen ist antastbar
Dienstag, 20. April 2010In fast allen bioethischen Debatten wird auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde verwiesen. Ein genauerer Blick zeigt, dass der Begriff viel zu beliebig verwendet werden kann. Am besten sollte man sich überhaupt nicht auf ihn berufen, argumentiert Edgar Dahl. Autor: Edgar Dahl —– Weiter zu einem Artikel schon aus dem März-Heft von ‘Spektrum der Wissenschaft’ via SPIEGEL-Online vom 17.04.10. Zu Edgar Dahl siehe auch einen Eintrag in Newsfolge 31 von Anfang Mai 2008: ‘Will alles Glück Ewigkeit?’
Technik, Körper und (Ko-)Evolution
Samstag, 03. April 2010Vom November letzten Jahres bis zum Februar 2010 fand an der Technischen Universität Berlin ein Forschungskolloquium mit dem Titel Technikentwicklung und Evolution? statt, an dem Historiker, Philosophen und Technikwissenschaftler die Möglichkeiten und Grenzen einer evolutiven Technik diskutierten. Der Technikphilosoph Dr. Klaus Erlach sprach dort über den Nexus von Technik und Körper. Weiter zum Interview auf Telepolis-Online vom 29.03.10
Entscheidend ist das dreifache L
Donnerstag, 18. März 2010(…) Lange vor der heutigen Altersforschung gibt es eine vorakademische, zu einem erheblichen Teil philosophische Altersforschung. Sie hat Menschen im Blick, die, zweite Provokation, lange vor der modernen Medizin ein erstaunlich hohes Alter erreichen. Autor: Otfried Höffe —– Weiter zum Artikel auf FAZ-Online schon vom 06.03.10. Der Philosophie-Professor Otfried Höffe von der Universität Tübingen ist auch der momentane Präsident der Nationalen Ethikkommission in der Schweiz. Siehe auch ein aktuelles Interview mit ihm vom 16.03.10 auf www.jesus.ch zur Frage der Suizidbeihilfe.
Ein Solitär
Samstag, 13. März 2010Zum 80. Geburtstag des Philosophen Ernst Tugendhat. Autor: Martin Seel —– Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 08.03.10
The Ups and Downs of Immortality
Samstag, 06. März 2010Chances are you are not going to live until the year 3000 (unless of course, you’re the Jonas Brothers, because they’ve been there and have a song about it).But, what if you could? Never mind the year 3000. What if you could live forever? What if you could be immortal? Autor: Marisa DeSisto —– Weiter zum Beitrag aus der Studentenzeitung ‘The Quad News’ einer Universität in Connecticut vom 28.02.10
Der Untergang des Abendlandes
Freitag, 26. Februar 2010Ein sehr erhellender Essay in der Februar-Ausgabe des konservativ-liberalen Polit-Magazins ‘Cicero’ arbeitet die biographischen Hintergründe von Oswald Spengler heraus, dem Autor des in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einflußreichen Werkes ‘Der Untergang des Abendlandes’. Danach wäre Spenglers kulturpessimistische Zeitdiagnose samt patriarchaler Hassideologie nichts anderes als die intellektuelle Übersteigerung seiner sexual- und angstneurotischen Menschenfeindlichkeit gewesen. Abgesunkene Diskursfiguren und Bruchstücke dieses Kultur- und Zukunftspessimismus geistern auch noch durch heutige – z.B. ökologische oder demographische Debatten – und bilden damit auch ein Hintergrundelement der Langlebigkeitsdiskussion. (Der Link führt nur zum Inhaltsverzeichnis des Februar-Heftes.)
Struktur, Zeit und Evolution
Freitag, 26. Februar 2010Die Übertragung von Überlegungen der Evolutionstheorie auf andere, zum Teil nicht-biologische Theorien ist überaus populär. Sie reicht von sehr konkreten Fragestellungen der Biochemie bis hin zu abstrakten. In mehreren Vortragsreihen widmen sich akademische und nicht-akademische Gruppierungen seit dem letzten Jahr den Fragen, wo diese Homologien sinnvoll erscheinen und wie nützlich die Ergebnissen der Übertragung sein können. Autor: Stefan Höltgen —– Weiter zum Artikel auf Telepolis-Online vom 19.02.10
Review – Our Stories
Montag, 22. Februar 2010Essays on Life, Death, and Free Will
Is an individual’s death bad for that individual? The commonsense view is that an individual’s death is bad for that individual. Famously, Epicurus and Lucretius argued that contrary to the commonsense view, death cannot be bad for the individual who dies. Autor: Christopher M. Caldwell —– Weiter zur Buchbesprechung auf der Homepage von ‘Metapsychology Online Reviews’ vom 16.02.10
Synthetische Biologie – Leben aus dem Baukasten?
Donnerstag, 18. Februar 2010Im Forum Bioethik des Deutschen Ethikrates gibt es einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion:
Mittwoch, den 24. Februar 2010, 18:00 Uhr s. t.
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin, (U2 Hausvogteiplatz).
Achtung: Anmeldung erforderlich und nur noch bis zum 19. Februar 2010 möglich! Mehr zum Thema und zu den Teilnehmern der Diskussion auf der Homepage des Ethikrats.
Benedikt XVI. – radikal, modern und Buddha-gleich
Mittwoch, 03. Februar 2010Gerne wird dem Papst vorgeworfen, er sei von vorgestern. Dabei ist er von vorvorvorgestern: Benedikt XVI. verkörpert eine 2000 Jahre alte Tradition und steht deshalb im Kreuzfeuer. Doch der Papst ist trotz allem nicht nur radikal und modern, sondern auch ein Fels im Meer der kurzlebigen Trends. Autor: Paul Badde —– Weiter zur Polemik auf WELT-Online vom 01.02.10, die das rechtskonservative Weltbild des traditionellen Katholizismus anschaulich verdeutlicht. Wer eine Einschätzung des hier vorgetragenen dogmatischen Wahrheitsanspruchs in erweiterter philosopischer, spiritueller und immortalistischer Perspektive lesen will, der greife zu Ken Wilbers vergnüglichem Bildungsroman ‘Boomeritis’.
End-of-Life Medical Spending Not So Wasteful
Montag, 25. Januar 2010Imagine two deer trying to escape a searing forest fire. One deer is old and hobbled; the other young and fit. Which one tries harder? Of course, they both try as hard as they can. Would anyone expect the older deer to give up the fight for life because of his age? Autor: Philip Moeller —– Weiter zum Artikel auf der Nachrichtenplattform ‘US News & World Report’ vom 20.01.10
Problems of Transhumanism: The Unsustainable Autonomy of Reason
Samstag, 16. Januar 2010Reason is not self-legitimating. Like all Enlightenment advocates for reason, transhumanists find that the project of Reason erodes all premises including the superiority of reason over unreason. Consequently transhumanists, like Enlightenment advocates in general, need to defend our values with nonrational a prioris. Unfortunately some transhumanists continue to advocate a naïve conception of pure rationality as an end in itself. Autor: James Hughes —– Weiter zum Artikel auf der Seite des ‘Institute for Ethics & Emerging Technologies’ (IEET) vom 08.01.10
Ernst Bloch – Philosoph der Hoffnung
Dienstag, 12. Januar 2010Der Mensch ist ein Mängelwesen für Ernst Bloch. Aber eines, das die Fähigkeit besitzt, aus diesem Mangel Utopien zu entwerfen. Dieses “Prinzip Hoffnung” hat der Philosoph in allen Lebensbereichen nachzuweisen versucht und seine eigene Hoffnung auf den Sozialismus gesetzt. Doch der DDR kehrte er 1961 desillusioniert den Rücken. Autor: Dorothee Krings —– Weiter zum Artikel der Rheinischen Post-Online vom 08.01.10