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Vorletzte Woche wurden auf einer speziellen Unterseite der Homepage der englischsprachigen Mutterausgabe der Zeitschrift ‘Technology Review’ die drei eingereichten Papiere zur Evaluierung des SENS-Projektes (siehe
Glossar)
samt Entgegnungen von Aubrey de Grey veröffentlicht: ‘’A Brief Critique of SENS, ‘’Stop Making SENS, ‘’Life Extension Pseudoscience and the SENS Plan. (Für einen schnellen
inhaltlichen Überblick siehe Papier Nr. 1, das nur zwei Seiten lang ist bzw. die zusammenfassenden Abstracts der beiden letzten Gutachten.) Die endgültige Entscheidung darüber, wer das ausgesetzte Preisgeld von
20000 Dollar gewonnen hat, wird allerdings erst in der Juli-/August-Ausgabe bzw. am 11. Juli ebenfalls auf der Homepage bekanntgegeben. Die Szene auf Imminst bejubelt in ihrer unkritischen Parteilichkeit schon einen großen Sieg für de Grey und sein Projekt, als ob es sich hier um ein Fußballspiel handeln würde, obwohl auch ein paar skeptische Stimmen zu lesen sind. Dies ist insofern konsequent, wenn man das ganze unter dem Marketingaspekt betrachtet und mit de Grey der Grundlinie ‘auch schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten’ folgt, denn ungeachtet des Urteils der Jury oder weiterer Presseberichte und Kommentare von Experten wird der zu erwartende mediale Rummel auf jeden Fall die öffentliche Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf de Grey richten. Die Initiatoren des Preises haben sich freilich die zu vermutende Vieldeutigkeit der Evaluierungsergebnisse durch seine merkwürdige bis unfaire Grundkonstruktion selbst zuzuschreiben, denn einen wissenschaftlich zwingenden Beweis abzuverlangen, daß etwas NICHT funktioniert, grenzt geradezu ans Absurde. Man könnte schließlich JEDE wissenschaftliche Forschung einstellen, wenn man immer schon VORHER wüßte oder wissen wollte, ob etwas und was genau im Forschungsprozess herauskommt, und dies gilt um so mehr im Bereich der Grundlagenforschung.
Letztlich äußert sich in der ganzen Auseinandersetzung eine grundlegende Verwechslung der Ebenen der Wünschbarkeit von Lebensverlängerung mit der
der Machbarkeit, worauf in FOREVER schon häufiger hingewiesen wurde und der BEIDE Seiten aufsitzen, natürlich in gegensätzlicher Ausrichtung, indem sie ihre zustimmenden oder ablehnenden Grundhaltungen in die Frage
der technisch-praktischen Machbarkeit projizieren. Sinnvoll scheint dagegen allenfalls eine Vorabbewertung von Erfolgswahrscheinlichkeiten im Verhältnis zu den angestrebten Zielen, den aufzuwendenden Mitteln und in
Abwägung zu ganz anderen Forschungsfragen und deren Lösungschancen unter der Voraussetzung von prinzipiell begrenzten materiellen wie ideellen Ressourcen. In dieser Perspektive wird schnell klar, daß ein solcher
differenzierter Abwägungsprozess völlig anders ausfällt, je nachdem, wie hoch man das grundlegende Ziel, also den Wunsch nach Langlebigkeit, einstuft! Der drückt aber eine philosophisch-moralische oder
psychologische Wertentscheidung aus, die im Kern keinen wissenschaftlich-rationalen bzw. objektiv beweisbaren Kriterien folgt, weshalb Naturwissenschaftler oder Biogerontologen hier auch gar keine besondere Kompetenz oder gar eine Definitionshoheit besitzen und kann letztlich nur intersubjektiv, also z.B. (wissenschafts-)politisch, polit-ökonomisch oder wissenschaftsethisch entschieden werden. (Die mangelnde Deutungshoheit dürfte im übrigen der tiefere Grund für die angedeutete Verwechslung sein bzw. die notorische Vorliebe von technisch-wissenschaftlich orientierten Zeitgenossen für alle Fragen der Machbarkeit und praktischen Durchführbarkeit!)
Man muß daher wohl kein großer Prophet sein, um für die längerfristige innerwissenschaftliche Wirkung des SENS-Challenges ein - in der
Fußballersprache - ‘Unentschieden’ zu vermuten, denn vor dem skizzierten Hintergrund werden beide Parteien die inhaltlichen Ergebnisse auf ihre jeweiligen philosophisch-moralischen Grundhaltungen beziehen und in diesem Lichte interpretieren. Für die weitere gesellschaftliche Diskussion dürfte die Preisentscheidung bzw. die genauere Begründung des Gremiums und insbesondere von Craig Venter aber durchaus eine größere Bedeutung entfalten und zumindest die Leitlinie für die aktuelle journalistische Berichterstattung vorgeben. Das ‘bad news = good news’ von de Grey und der Szene könnte sich dann bald als das sprichwörtliche Pfeifen im Walde herausstellen, um sich nach mehrjährigem Trommeln für die Sache über die fortgesetzt anhaltende öffentliche Bedeutungslosigkeit hinwegzutrösten. Klug wäre das allerdings nicht, denn trotz der oben erwähnten Fragwürdigkeit der Grundkonstruktion des Preises hat auf jeden Fall der wissenschaftliche Diskurs um zentrale inhaltliche Fragen der biomedizinischen Alternsforschung gewonnen, weil HIER (im Gegensatz zur vorgelagerten Sinnfrage) tatsächlich nur Argumente und Fakten zählen und kein bloßes Wunschdenken. Statt dem Verharren im illussionären oder elitären Schmollwinkel könnte man daran anknüpfen und selbstkritisch die Vermittlungsstrategie oder das eigene grundlegende Selbstverständnis überprüfen. Man käme dann wahrscheinlich schnell darauf, daß die öffentliche oder journalistische Diskussion völlig anderen Regeln folgt als die innerwissenschaftliche, generell schon aus verschiedenen Gründen aber speziell beim Langlebigkeitsthema, weil sie mit SÄMTLICHEN und allen akuten bzw. kurzfristigen Lebensrisiken verknüpft ist und nicht nur mit dem zeitlich fernen Problem des Alterns (=nicht-altersbedingte Krankheiten, ökonomisches Überleben, psychische Gesundheit und Wohlbefinden, Kriminalität, Krieg, Terror, soziale Ordnung, Unfälle, Wirbelsturm, Tsunami...)! Die Überfrachtung der Erwartungen, die sich auf die naturwissenschaftliche Alternsforschung richten, würde sich mit dieser realitätsgerechteren Wahrnehmung schnell von selbst relativieren.
PS: Der Vorwurf der ‘Pseudowissenschaft’ im dritten Papier an die Adresse von de Grey und damit indirekt auch an die ihn unterstützende Szene entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da z.B. die vorherrschende Fraktion der technisch-wissenschaftlichen Immortalisten des Immortality-Instituts oder entsprechende Foren von Transhumanisten etc. selbst gerne alle möglichen anderen Unsterblichkeitsansätze in ähnlicher Weise abqualifizieren. Dies dürfte auch die Quittung für die ständige unbekümmerte bis hemmungslose Spekulation über Themen wie Kryonik, uploading, Singularität, Nanotechnologie, Besiedelung fremder Planeten usw. sein, die den eigenen Anspruch auf naturwissenschaftliche Rationalität und Seriosität wahrscheinlich stärker beschädigt als die Diskussion politischer, allgemeinphilosophischer oder ethisch-moralischer Aspekte bzw. die gelegentliche Auseinandersetzung mit alternativen Ansätzen. Das - aus der Sicht von arrivierten Wissenschaftlern und Experten - fragwürdige Umfeld, in dem z.B. die Debatten auf Imminst um die vermuteten Aussichten von Biotechnologie, Alternsforschung und SENS stattfinden, wird mit Sicherheit die ganz überwiegende Mehrheit von wissenschaftlich qualifizierten Fachleuten von einem tieferen Engagement abschrecken, denn wer tatsächlich in dieser ausschließlichen Weise auf den Fetisch von Naturwissenschaft, Medizin oder ‘peer reviewed studies’ setzt, kann dies natürlich am besten und konsequentesten in den herkömmlichen akademischen Institutionen und Fachjournalen tun.
FOREVER besitzt von Anfang an eine völlig andere Herangehensweise, in dem es zwar die Diskussion um die wissenschaftliche Alternsforschung zur
Kenntnis nimmt und einzelne Theorien oder Ergebnisse auf Relevanz oder immanente Stimmigkeit prüft, sich aber gleichzeitig auch völlig anderen Optionen und Alternativen öffnet. (Kritische Rationalität kann übrigens
auch hierbei zum Einsatz kommen, aber Themen wie z.B. psychologische Selbstreflexion, Meditation oder intime Körperarbeit erschöpfen sich darin nicht.) Dies hat zum einen mit der oben schon angeführten Einsicht zu
tun, daß die Grundentscheidung für die Langlebigkeit, ihre Wünschbarkeit, generell keiner wissenschaftlichen Logik folgt, zum anderen in der immer wieder neu hervorgehobenen Tatsache, daß extreme Langlebigkeit oder
gar physische Unsterblichkeit weit MEHR beinhaltet als die bloße Überwindung des Alterungsprozesses. Hinzu kommen Defizite, Einseitigkeiten und Schattenseiten des naturwissenschaftlichen Weltbildes selbst, das im Laufe des 20. Jahrhunderts längst seine Unschuld verloren hat (siehe z.B.
News 22, ‘Potsdamer Manifest’), was gerade für den Aspekt des Lebens gesteigerte Bedeutung hat und um wieviel mehr daher erst für die Perspektive von ‘unsterblichem
Leben’! Letzteres gilt insbesondere für die naturwissenschaftlich orientierte Schulmedizin mit ihrer Geringschätzung psychischer, psychosomatischer und gesellschaftlicher Ursachen von Krankheit und Reduzierung des
Menschen auf eine Art Körperautomat.
Die skeptische Distanz zu biogerontologischen Ansätzen hat aber nicht zuletzt auch mit der jahrzehntelangen Erfolglosigkeit der experimentellen Biogerontologie zu tun, die trotz vieler Versprechungen bzw. medial geschürter sensationeller Erwartungen und Ankündigungen noch kein einziges Jahr Lebensverlängerung bei der maximalen menschlichen Lebenserwartung hervorgebracht hat und auch für die anhaltende rasante Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung so gut wie keine Verantwortung trägt. Der konservative Mainstream der naturwissenschaftlichen Alternsforschung ist vor diesem enttäuschenden Hintergrund zwar verständlich, aber das resultierende Abwiegeln, Forschungs-klein-klein, ein pessimistischer Zeithorizont und ein fatalistisches Selbstverständnis des typischen Biogerontologen entfaltet einen geradezu tödlich-hoffnungslosen Charakter. Wer unsterblich werden will, muß sich entscheiden, ob er lieber die Bemühungen von todesverfallenen Forschern um gesellschaftliche Anerkennung ihres Faches oder sein eigenes Leben fördern will, und so gesehen haben manche Schwächen und Übertreibungen von de Grey und seiner Unterstützerszene doch noch einen gewissen konstruktiven Sinn. Wem naturwissenschaftliche ‘Seriosität’ als einer komplizierten Sonderform von Opportunismus in dieser existentiellen Perspektive dagegen tatsächlich wichtiger ist als das eigene Überleben, der ist schon verloren, denn er verknüpft sein individuelles Schicksal mit dem Schneckenfortschritt der Biogerontologie.
Ergänzung vom 14.7.: Obiger Kommentar wurde schon am 23.6. als ‘Letzte Meldung’ zu News 23 veröffentlicht. Mittlerweile ist die
Entscheidung gefallen, und man könnte sie beinahe salomonisch nennen, wenn das Gremium bzw. die ‘Technology Review’ sich nicht gleichzeitig doch noch in merkwürdige Widersprüche verwickelt hätte, die die irrationale Grundkonstruktion des ganzen Wettbewerbs noch einmal nachträglich unterstreicht. Einerseits kam man zu dem Entschluss, daß KEINES der drei zur Abstimmung stehenden Papiere den SENS-Ansatz zwingend widerlegen würde, andererseits war man der Ansicht, daß de Grey SENS nicht überzeugend verteidigt hätte und viele seiner Ideen phantastisch oder wunderlich erschienen (‘fanciful’). Dabei wurde trotzdem die Hälfte des Preisgeldes - und zwar jener Anteil, den der Herausgeber der ‘Technology Review’ gestiftet hatte - den Autoren des dritten Papiers verliehen, nicht aber für die Richtigkeit oder Prägnanz ihrer Argumente sondern nur für deren ‘eloquente’ Darstellung ihrer Position, was die wiederum im nachhinein ziemlich verärgerte und zu einem Angriff auf die fehlende wissenschaftliche Kompetenz des ganzen Gremiums in Sachen Alternsforschung veranlasste. Dabei handelte es sich außerdem zwar genau um jenes Papier des Biogerontologen Preston Estep und weiterer acht Kollegen, das sich selbst wiederum gar nicht wirklich inhaltlich mit de Greys Position auseinandergesetzt hatte sondern seine Thesen als eklatantes Beispiel für Pseudowissenschaftlichkeit beschrieb, aber genau jener Vorwurf der Pseudowissenschaftlichkeit wurde vom Gremium wiederum als etwas zu schnell und voreilig bewertet. Kurios. Die Maus-Preis-Stiftung konnte sich dieser ganzen Entscheidung naturgemäss nicht anschliessen und verweigerte dementsprechend die von ihr gestiftete zweite Hälfte des Preisgeldes, wobei die inhaltliche wie polemisch geführte Auseinandersetzung zwischen Estep und de Grey noch am Tage der Preisbekanntgabe öffentlich auf einer Unterseite der Homepage der ‘Techn. Rev.’ mit einer ganzen Reihe von von wechselseitigen Kommentaren, Vorwürfen, Unterstellungen u.ä. fortgesetzt wurde.
Mit anderen Worten: alles endete in einem einzigen großen Hick Hack, zu dem es auch passt, daß der ganze Wettbewerb schliesslich als weiterhin
offen bezeichnet wurde, so daß SENS-Kritiker auch in Zukunft ihre Papiere einreichen können, um die ausgesetzten 20000 Dollar - oder doch nur 10000?? - zu gewinnen. Man könnte beinahe vermuten, damit wäre nun eine
Art institutionelles Gegengewicht zum Methusalem-Maus-Preis geschaffen, in dem nicht nur die Langlebigkeitsforschung sondern auch die spezifische Kritik daran einen finanziellen Daueranreiz erhält!? Die im
wesentlichen ebenfalls unentschiedene Stellungnahme Craig Venters kann dabei stellvertretend für die Einschätzung der anderen Mitglieder des Gremiums stehen: Estep et al. haben seiner Meinung nach zwar nicht demonstriert, daß SENS es nicht wert wäre, diskutiert zu werden, aber die Befürworter von SENS hätten ihre Sache auch nicht zu einer zwingenden Angelegenheit gemacht. In weiteren Stellungnahmen wurde vor allem hervorgehoben, daß wissenschaftliche Hypothesen immer in einer Grauzone von Vermutungen und fehlenden Bestätigungen angesiedelt seien, wo es vorab keinen Konsens unter Wissenschaftlern geben könne. Auch SENS existiere daher in einem mittleren Bereich von ‘noch-zu-testenden-Ideen’, die manche hochinteressant finden, während andere sie aber auch bezweifeln mögen. Klar sei allerdings auch, daß SENS eine Menge ungestützter Behauptungen besitze und ganz gewiss NICHT wissenschaftlich bewiesen sei. Abschließend wurde der ganze Ansatz auf der Homepage der ‘Techn. Rev.’ schließlich als hochspekulativ bezeichnet, der in einer Art ‘Vorzimmer der Wissenschaft’ auf unabhängige Bestätigung verharre, die aber vielleicht nie kommen werde. Er bekäme dabei einerseits keine zwingende Unterstützung von vielen anerkannten Wissenschaftlern, sei aber andererseits auch nicht demonstrierbar falsch...
Allein schon die Tatsache, daß SENS damit weiterhin als ‘diskussionswürdig’ betrachtet werde, versetzt die Szene in Euphorie und läßt sie wieder
von einem großen Sieg de Greys sprechen, worin allerdings ein ziemlich bescheidener Anspruch auf wissenschaftliche Anerkennung und Unterstützung zum Ausdruck kommt. Letztlich sollte dies schliesslich ‘eigentlich’
eine Selbstverständlichkeit sein, zumindest aus der Sicht von Zustimmenden, die auch noch ununterbrochen extrem optimistische Aussichten in den biomedizinischen Fortschritt hegen, und wahrscheinlich dürften die
meisten die in Wirklichkeit ziemlich negativen Auswirkungen der ganzen Debatte in der scientific community gar nicht verstehen. Die Anhänger sollten jedenfalls nicht den falschen Umkehrschluß ziehen, daß aus dem vorhersehbaren Scheitern einer polemisch
überzogenen Kritik automatisch schon irgendeine Notwendigkeit einer größeren aktiven Förderung von SENS entstünde, und auf die kommt es ja, laut de Grey selbst, entscheidend an. (Käme der biomedizinische Fortschritt
schon von ganz alleine, wozu dann sein Projekt, wozu dann die eine Milliarde Dollar, wozu dann seine spezifischen Zeitrahmen, wozu all sein spezifisches Engagement etc. !??) Schließlich ist es ein Riesenunterschied,
ob man ganz allgemein und abstrakt etwas zur wissenschaftlichen Diskussion ‘zulässt’ oder ob man es aktiv und mit tieferem Engagement fördert. Der Stil der Auseinandersetzung machte dagegen ziemlich deutlich, daß da
teilweise lebenslange Feindschaften begründet wurden, und wenn es - nach Thomas Kuhn - richtig ist, daß der Wechsel von Paradigmen oft das langfristige Aussterben der Gegner des neuen voraussetzt, dann kann es noch
sehr sehr lange dauern, bis de Greys Ansatz auf positivere Zustimmung innerhalb des Mainstreams in der Alternsforschung stößt. Trotzdem haben sich wie eingangs oben schon angedeutet die SENS-Kritiker mit der
unfairen Konstruktion des Preises durch die einseitige und letztlich irreführende Ausrichtung auf Negativgründe selbst ein Bein gestellt, worin auch eine größere Chance von de Grey liegen mag, wie sie in einigen
positiveren Aspekten der verschiedenen Stellungnahmen des Gremiums vielleicht schon zum Ausdruck kommt. Zwingende Beweise zu fordern, daß etwas NICHT funktioniert, erscheint jedenfalls genauso absonderlich
wie die umgekehrte unbelegte Behauptung, etwas funktioniere auf jeden Fall und auch noch in einem bestimmten Zeitrahmen. Das ganze Ergebnis des Wettbewerbs ist also tatsächlich wie oben vermutet ‘unentschieden’ und letztlich sogar noch vieldeutiger, als ich ursprünglich angenommen hatte, und dies bedeutet wohl auch, daß die Interpretationsspielräume von Journalisten noch größer sind, als erwartet. Schwer zu sagen daher, wie die öffentliche Berichterstattung über das ganze Ereignis sich entwickeln wird, falls überhaupt etwas nennenswertes in den Medien stattfindet. Man darf zumindest gespannt sein.
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