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1.6.07/Politik:
‘Beendet die Diktatur der kurzen Frist!’
‘Die Ideologie des reinen
Ökonomismus programmiert unser Leben radikal auf das Hier und Jetzt. Doch extreme Kurzfristigkeit verhindert notwendige Reflexion und kluge Weichenstellungen. Kann die Koppelung von Zeit und Geld
gebrochen werden? Ein Plädoyer mit sechs Vorschlägen.’
So lautet die vorangestellte Einleitung zum Essay ‘Beendet die Diktatur der kurzen Frist!’ von Michael Müller
(SPD-Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Bundesumweltministerium) und Andreas Troge (Präsident des Umweltbundesamtes und Professor für Umweltökonomie) in der Mai-Ausgabe des politischen
Monatsmagazins ‘Cicero’. Darin arbeiten die beiden Verfasser kurz und präzise heraus, wie das herrschende Grundmuster der Ökonomie auf äußerst kurzfristige Zeithorizonte orientiert ist, was sowohl fortschreitend soziale Bindungskräfte als auch verschiedene Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft zerstöre:
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2.6./Zitate:
‘Nichts läßt einen das Alter so sehr spüren wie das Gefühl der Einsamkeit.’
(Aus dem Filmklassiker ‘Die Frau von der man spricht’ von 1942, mit Spencer Tracy und Katherine Hepburn, die am 12. Mai
100 Jahre alt geworden wäre.)
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6.6./Alternsforschung:
Der Traum vom langen Leben
Forscher suchen nach Ursachen des Alterns. Lebensstil spielt große Rolle
Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. Schon in dem
ältesten schriftlichen Epos sucht der sumerische König Gilgamesch nach Unsterblichkeit. Heute forschen Wissenschaftler nach den Ursachen des Alterns.
Autor: Walter Willems ----- Weiter zum Artikel der Berliner Morgenpost vom 19.5.07
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11.6./Zitate:
‘ZEIT: Andere Feministinnen, etwa Simone de Beauvoir, haben nach ihren Frauenklassikern Bücher über das Alter geschrieben. Treibt sie
das Thema auch um?
Alice Schwarzer: Mich persönlich nicht. Noch nicht. Vielleicht in zwanzig Jahren?’
(Alice Schwarzer im Interview der ZEIT vom 31.5. zur Ausgangsfrage, inwieweit der Feminismus heute noch links sei. In zwanzig Jahren
ist die 64-jährige Alice Schwarzer 84 Jahre alt, und da dürfte es für größere geistige Einsichten bezüglich des Alters, die mehr sein könnten, als der übliche Fatalismus, wohl etwas zu spät sein. Ihre
Reaktion ist geradezu symbolisch für die grandiose Selbstüberschätzung des Feminismus in existentiellen Kernfragen des Menschen, die sich eben nicht mehr nach der blossen Logik des Geschlechts oder unter
rein patriarchatskritischen Gesichtspunkten sortieren lassen.
Der Neofeminismus ist generell einer der letzten Großideologien des 20. Jahrhunderts, die von der aggressiv-projektiven Verdrängung
des Todes geprägt waren, bzw. hinkt ihnen zeitlich sogar ein wenig hinterher, da er sich erst im Nachklang zu den gesellschaftlichen Umwälzungen von 1968 und aus deren Zerfallsmasse bildete. Mit seinen
intellektuellen Zuspitzungen, nach denen Geschlecht rein sozial ‘konstruiert’ sei, die patriarchale Herrschaft der Männer über die Frauen die Wurzel allen Übels und biologische Faktoren nicht nur hier
sondern generell vernachlässigbar wären, konzentriert er sich im tiefsten und letzten geradezu ‘klassisch’ bloß auf sekundäre Todesursachen und blendet den primären natürlichen Tod aus. Darin kommt sogar
ein verborgener Unsterblichkeitswunsch zum Ausdruck, allerdings in einer völlig unbewußten Form, aber das wäre ein eigenständiges Thema. Weniger erfolgreiche Mitstreiterinnen werden dagegen längst heute
schon von den Folgen des Alterns eingeholt, und da die nachwachsenden Generationen intellektuell-akademischer Frauen (etwa ab den Geburtsjahrgängen von 1965) sich schon seit vielen Jahren von den
älteren feministischen Grundhaltungen distanzieren, muß man auch kein großer Prophet sein, um für die nächsten zwanzig Jahre einen krisenhaft beschleunigten Niedergang des Neofeminismus vorherzusagen.
Schon Simone de Beauvoir hatte übrigens mit ihrem Roman ‘Fosca oder Alle Menschen sind sterblich’ das Unsterblichkeitsmotiv denunziert. Auch von einer Alice Schwarzer und allen Gleichgesinnten, die aus ihren überschiessenden ideologischen Verallgemeinerungen und der resultierenden aggressiven Projektion der Todesangst auf einen äußeren und immer nur rein menschlichen Gegner - den patriarchalen Mann bzw. die patriarchale Gesellschaft - eine Art Ersatzreligion gemacht haben, ist daher in dieser Hinsicht wenig konstruktives zu erwarten. Daß der patriarchale Mann mit seiner ungeheuren Entfesselung von Kräften der Destruktivität sich als existentielle Projektionsfläche nur allzu gut eignet, gehört zur tieferen Wahrheitsfindung allerdings untrennbar dazu.)
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14.6./Demographie:
"Kuba-Effekt" in Deutschland
"Der Alterungsprozess der Bevölkerung hat den deutschen Automarkt erreicht", schreibt Ferdinand Dudenhöffer,
Automobilwirtschaftler an der Fachhochschule Gelsenkirchen in einer aktuellen Studie. Ermittelt wurde auch, welche Marke die jüngsten und ältesten Käufer hat.
weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 11.6.07
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14.6./Alternsforschung:
Natürliche Antikörper attackieren Gehirnplaques
Der menschliche Körper besitzt möglicherweise einen angeborenen Schutz vor Alzheimer. Amerikanische Forscher haben im Blut gesunder
Menschen Antikörper entdeckt, welche die für Alzheimer typischen Ablagerungen - die Plaques - im Gehirn angreifen.
weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 12.6.07
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17.6./Zitate:
‘Ein Clown wirkt wie Aspirin, nur doppelt so schnell.’ (Groucho Marx)
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17.6./Religion:
Was heisst ‘Transhedonismus’? Zum SPIEGEL-Titel Atheismus
Unter der knalligen Überschrift zu entsprechender Fotomontage ‘Gott ist an allem schuld - Der Kreuzzug der neuen
Atheisten’ berichtete die Pfingstausgabe des SPIEGEL am 26.5.07 über die aktuellen Versuche atheistischer Philosophen, Naturwissenschaftler und Publizisten, der religiösen Renaissance (nicht nur) in den
westlichen Ländern Paroli zu bieten. Neu daran ist vor allem der militant-aggressive und tendenziell intolerante Ton der atheistischen Kritiker, die in der religiösen Tradition die Wurzel aller möglichen
politischen, sozialen und geistigen Übel erblicken, wobei diese Bewegung weiter
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27.6./Anti-Aging:
An die Inspektion für den Körper denken
Anti-Aging: Professor Dr. Christoph Marcus Bamberger mit Tipps gegen Zipperlein im Alter
Alter ist relativ. Da finden 11-jährige Knirpse ihre Eltern schon ‘echt grufti!’ - obgleich sich ‘die Alten’ grade mal der Pubertät
entsprungen fühlen. Tatsächlich mischen betagte Senioren heute vital und engagiert mit, wenn es um Konsum, Kultur und Politik geht. Fakt ist: Die Menschen werden immer älter. Da lohnt es sich, den Blick
rechtzeitig auf den Herbst des Lebens zu richten. Professor Dr. med. Christoph Marcus Bamberger, Anti-Aging-Experte, wies am Donnerstag auf der FloraFarm in Bockhorn zahlreichen Zuhörern den Weg.
Artikel aus der Walsroder Zeitung vom 16.6.07 - Leider nicht mehr im Internet
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7.7./Zitate:
‘Turne bis zur Urne.’
(Medizinprofessor Dietrich Grönemeyer, Bruder von Sänger Herbert, in einer kürzlichen Sendung des ZDF-nachtstudios zur
gesundheitsfördernden Kraft der Bewegung.)
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7.7./Alternsforschung:
Standort für neues Max-Planck-Institut zur Alternsforschung beschlossen
Das schon länger geplante Max-Planck-Institut für Alternsforschung kommt laut Presseberichten nach Köln. Dies gab der Senat der Forschungsgesellschaft am 27.6. bekannt. Das neue MPI wird sich ausschliesslich mit der biomedizinischen Grundlagenforschung zum Alterungsprozess beschäftigen und beispielsweise genetische Aspekte des Alterns oder die lebensverlängernden Mechanismen der Kalorienrestriktion genauer untersuchen. Drei international renommierte Professoren wurden zur Leitung des Instituts ernannt. Mit rund 100 Mitarbeitern in vier Abteilungen wird es die größte Forschungseinrichtung in Deutschland auf diesem Fachgebiet werden. Sein Bau wird ca. 6 Jahre dauern und 50 Millionen Euro kosten, für den Jahreshaushalt sind dagegen 15 Millionen Euro veranschlagt. Das Institut nimmt allerdings schon im Januar 2008 seinen Betrieb auf, da die Universität Köln übergangsweise Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Zwischen dem neuen Alternsforschungsinstitut und der Uni Köln soll es dementsprechend umfangreiche inhaltliche Kooperationen geben.
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16.7./Zitate:
‘Ich werde nicht älter, ich werde nur besser!’
(T-Shirt-Spruch von Mann in der Berliner U-Bahn)
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3.8.07/In eigener Sache:
Sommerpause
FOREVER macht Sommerpause. Weiter geht’s ab Mitte August, u.a. mit Informationen zur Gründung des ‘Netzwerks Alternsforschung’,
Berichten von der TransVision 2007, einem ZEIT-Schwerpunkt zum Thema Glücksforschung, einer interessanten Diskussion, inwieweit die Prognosen Ray Kurzweils zutreffen oder nicht, zwei Artikeln über
geistige Fitness im Alter bzw. die aktuelle Entwicklung der Altenkaufkraft, einer Besprechung der zweiten DVD-Staffel von ‘Highlander’ u.ä. mehr.
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3.9./Immortalismus:
Pop-Held Perry Rhodan
Kosmos im Kopf
Perry Rhodan ist unsterblich: Seit 45 Jahren rettet der Astronaut das Universum und hilft wöchentlich über 100.000 Lesern, ihren
Alltag Lichtjahre weit hinter sich zu lassen. Jetzt erscheint mit Nummer 2400 das Heft zum 45. Jubiläum der größten Science-Fiction-Serie der Welt.
Autor: Jochen Schönmann -----
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 5.8.07
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3.9./Altersforschung:
Netzwerk Alternsforschung gegründet
Bereits am 19. Juli fand in der Alten Aula der Universität Heidelberg die Auftaktveranstaltung zum neugegründeten ‘Netzwerk AlternsForschung’
(NAR) statt, das verschiedene bereits länger bestehende Institutionen auf diesem Gebiet in der Region Heidelberg/Mannheim organisatorisch vereint. Das Netzwerk unter der Leitung von Prof. Konrad Beyreuther verfolgt einen grundlegend interdisziplinären Ansatz und versammelt dementsprechend sowohl biomedizinische als auch sozialgerontologische Wissenschaftler bwz. Einrichtungen. Neben dem Fritz Lipmann-Institut in Jena und dem gerade in der Entstehungsphase befindlichen Max-Planck-Institut in Köln ist es die größte deutsche Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Alternsforschung. Wissenschaft und Politik reagieren mit den jüngsten Neugründungen auf die sich abzeichnende demographische Entwicklung, wobei schon Frank Schirrmacher in seinem Riesenbestseller ‘Das Methusalem-Komplott’ aus dem Jahre 2004 eine solche Entwicklung der Forschungslandschaft prophezeit hatte, in seiner rhetorisch zugespitzten Weise: ‘Die
(Baby-)Boomer werden die Gesellschaft zwingen, sich mit Gesundheitsfürsorge zu beschäftigen, und sie werden uns zwingen, uns mit Gerontologie zu beschäftigen, ob wir wollen oder nicht.’ (S. 72)
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3.9./Politik:
Grüne profitieren vom demografischen Wandel
Bisher wählt die Mehrzahl der über 60-Jährigen die Union. Das wird sich in Zukunft ändern. Denn im Jahr 2040 sind 40 Prozent der
Bevölkerung 60 Jahre und älter - und viele dann nicht mehr konservativ. Das sagen zumindest Altersforscher vorraus.
Autor: Margaret Heckel ----- Weiter
zum Artikel auf WELT-Online innerhalb der Serie ‘Besser altern’
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3.9./Demographie:
Deutsche werden immer älter
Nach der Pressemitteilung Nr. 236 vom 27.8.07 des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden nimmt die Lebenserwartung der Deutschen immer weiter zu. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern beträgt zur Zeit 79, die von Frauen sogar schon 85 Jahren. Dabei besteht weiterhin eine leichte Differenz zwischen Ost- und Westdeutschland, d.h. im Westen leben die Menschen immer noch im Schnitt knapp ein Jahr länger als im Osten. Auch für ältere Menschen steigt die Lebenserwartung an, denn 60-jährige Männer können nun statistisch mit weiteren 20,6 zusätzlichen Jahren rechnen, 60-jährige Frauen mit einem durchschnittlichen Plus von 24,5 Jahren: ‘Eine
Veränderung der Sterblichkeitsverhältnisse in der Zukunft wird nicht berücksichtigt.’
Interessanterweise ist die Lebenserwartung der älteren Generation im Schnitt auch etwas höher als die von Neugeborenen. Der Berliner
Tagesspiegel vom 28.8. schreibt dazu: ‘Die Neugeborenen haben viele Risiken noch vor sich. Autounfälle nach dem Führerscheinerwerb und andere tödliche Risiken sorgen für einen Knick in der Statistik.
Die heute 60-jährigen haben die wesentlichen Lebensrisiken überstanden.’ Letzteres ist sicher etwas überspitzt formuliert, denn natürlich gehört auch und gerade die steigende Krankheitswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter zu den ‘wesentlichen’ Lebensrisiken. Trotzdem macht das Zitat noch einmal die alte Tatsache deutlich, daß der persönliche Lebensstil ganz wesentlich in die individuelle Lebenserwartung miteingeht, die dadurch massiv von der gesellschaftlich durchschnittlichen abweichen kann, nach unten wie nach oben! Statistische Kenngrössen sind nur wissenschaftlich und administrativ von Bedeutung, es sollte sich daher niemand von ihnen in falscher Sicherheit wiegen lassen und die obigen Zahlen gewissermassen als garantierte Lebenszeit missverstehen oder fixe natürliche Gesetzmässigkeiten, etwa genetische Programmierungen, dahinter vermuten. Es ist letztlich immer die komplexe Mischung aus genetischer Veranlagung, persönlicher Einstellung, aktiver Gesundheits- und Risikoprävention sowie weiteren individuellen wie kollektiven Lebensumständen, die darüber entscheidet, ob die eigene Lebenskurve eher früher oder später an ihr Ende kommt.
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17.9./Zitate:
‘Zigarren, Rum und Sex nennen 100-jährige Kubaner als Geheimnis ihres hohen Alters.’
(Aus der STERN-Serie ‘So liebt die Welt vom 2.8.07)
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17.9./Immortalismus:
Die Dunkelseher
Ob Stefan George oder Oswald Spengler: Intellektuelle Untergangspropheten haben Konjunktur. Was macht sie so faszinierend?
Untergangspropheten und Geisterseher haben die Welt schon immer begleitet. Sie hören ein Pochen, und das Pochen wird lauter. Noch ist
es nur Ahnung, aber bald schon Gegenwart: Das Schicksal naht.
Prophetische Gesänge schwellen auf und ab im Wechsel der Zeiten; in diesen Tagen schwellen sie wieder einmal an.
Autor: Thomas Assheuer -----
Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 30.8.07
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1.10./Alternsforschung:
Ending Aging Buch von Aubrey de Grey erschienen
Anfang September erschien das lang angekündigte Buch des britischen Alternsforschers Aubrey de Grey (zusammen mit Co-Autor
Michael Rae) zu den tieferen wissenschaftlichen Grundlagen des SENS-Projektes zur Überwindung des menschlichen Alterungsprozesses.
Es trägt den Titel ‘Ending Aging’, Untertitel ‘The Rejuvenation Breakthroughs That Could Reverse Human Aging in Our Lifetime’, hat 400 Seiten und kostet 17,79 Dollar zuzüglich Versandkosten, da es vorläufig nur über die Seiten angloamerikanischer Buchversender zu beziehen ist. Ins Deutsche könnte man den Titel etwa mit ‘Das Altern beenden. Die Verjüngungsdurchbrüche, die das menschliche Altern noch zu unseren Lebzeiten aufheben könnten’ übersetzen.
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2.10./Religion:
Das Gottesvirus
Religion ist eine Geisteskrankheit – behauptet der Biologe Richard Dawkins in seinem neuen Bestseller. Seine Mission besteht darin,
den Menschen Gott auszutreiben.
„Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz
darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker
mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“
Mit diesen versöhnlichen Worten beginnt Richard Dawkins das zweite Kapitel seines soeben auf Deutsch erschienenen Buchs „Der
Gotteswahn“ (Ullstein, 576 Seiten, 22,90 Euro). Die Passage gehört zu den Lieblingsstellen des Autors. Oft fängt er seine Lesungen mit diesen Sätzen an, um (...)
Autor: Bas Kast
Weiter zum Artikel im Tagesspiegel vom 18.9.07
Zur jüngsten Veröffentlichung des Dawkins-Buch erschien am 10.9. auch ein Interview mit dem Autor im SPIEGEL, das mittlerweile ins kostenpflichtige Online-Archiv gewandert ist und nun 50 Cent kostet. Ein Interview mit dem britischen Biologen findet sich auch im Rahmen der Titelgeschichte des STERN vom 27.9.07, die Autor, Buch und den Kreuzzug der neuen Atheisten in grellen Farben herausstellt. Ein sehr interessanter
Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 23.9. macht dagegen u.a. anhand einer Umfrage unter 149 Evolutionsbiologen klar, daß der von Dawkins aufgemachte Streit zwischen Religion und Evolutionstheorie nur von einer kleinen Minderheit von 10% der entsprechenden Experten als unvermeidbar angesehen wird. Für die überwiegende Mehrheit ist religiöser Glaube dagegen selbst Ausdruck der menschlichen Evolution und damit gewissermassen ein essentieller Teil der menschlichen Natur. Zwei weitere Besprechungen wurden schließlich noch in der
FAZ vom 10.9. und der Süddeutschen Zeitung vom 11.9.07 abgedruckt, weitere dürften folgen.
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2.10./Alternsforschung:
Titelgeschichte der Zeitschrift ‘natur+kosmos’/Oktober:
Das Ringen um die Jahre Und wie alt wirst du?
Die Natur kalkuliert knallhart: Alt werden gehört nur dann zum Programm, wenn es die Evolution voranbringt.
Mein Großvater ist 95. Als er im Februar 1912 geboren wurde, hatte Deutschland einen Kaiser, Autos waren kurios, und die Zeitschrift
kosmos berichtete über "Neue Tatsachen zum Geheimnis der Vererbung". Zu der Zeit war Madame Jeanne Calment schon nicht mehr jung, genauer gesagt bereits 37. Die Französin, die 1997 gestorben
ist, lebte unglaubliche 122 Jahre, fünf Monate und 14 Tage. Länger als jeder andere Mensch vor ihr. Zumindest belegbar länger. Sie ist allerdings ein Jungspund im Vergleich zu (...)
Autor: Peter Laufmann - Weiter zum Anfang der Oktober-Titelgeschichte
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3.10./Zitate:
‘Bevor die Maus graue Haare bekommt, hat sie schon die Katze gefressen.’
(Aus der Oktober-Titelgeschichte von ‘natur+kosmos’, siehe oben. Dieses Zitat bringt in komprimierter Form verschiedenste
Probleme der tierexperimentellen Alternsforschung indirekt zum Ausdruck, die auch Relevanz für die Einschätzung des Methusalemmauspreises ha ben. Labortiere leben in einer geschützten und privilegierten Umgebung, die nur sehr
bedingt den Rückschluß auf das Leben in freier Wildbahn erlauben. Sie haben keine Fressfeinde, immer ausreichend Nahrung, werden medizinisch versorgt, sind gegen die Unbilden des Wetters geschützt
u.ä. mehr. Die grandiosen Erwartungen, die sich bei technischen Immortalisten wie Aubrey de Grey an potententielle tierexperimentelle Erfolge richten, blenden dagegen die
tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen aus, die ebenfalls ‘in freier Wildbahn’ gegen die verschiedensten Widrigkeiten des Lebens bestehen müssen.
Die gebetsmühlenhaft wiederholte Behauptung, der ‘Krieg gegen das Altern’ würde losbrechen, falls durch kommende Erfolge von SENS ein paar Mäuse ein paar Jahre länger
lebten, ist daher völlig spekulativ bis weltfremd und zeigt wenig Verständnis für die menschliche Psychologie.
Die Titelgeschichte von ‘natur+kosmos’ machte dabei nicht nur klar, daß selbst die kurzlebige
Maus immer noch so lange lebt, daß sie für die Forschung relativ sperrig und unhandlich ist, weshalb andere Forschergruppen dann doch lieber mit kurzlebigeren Nicht-Säugetieren
experimentieren bzw. sich umgekehrt gleich auf den Menschen konzentrieren. Sie stellte auch heraus, daß Zootiere wie z.B. Löwen beinahe doppelt so lange leben als in freier Natur.
Der Einstieg in ‘escape velocity’ muß daher immer hier beginnen, bei der kontinuierlichen Verbesserung aller menschlichen Lebensumstände, während die notorisch-einseitige
Fixierung auf die biomedizinische Alternsforschung - und das auch noch in ihrer Engführung auf tierexperimentelle Ergebnisse - niemals breitere Massen begeistern wird. Denn: bevor der
Mensch graue Haare bekommt, haben ihm schon die menschlichen Raubtiere mindestens seinen Lebenswillen angeknabbert, während er umgekehrt heute schon sehr viel länger
leben kann, wenn er nur die richtigen Lebensbedingungen und die richtige Lebenseinstellung besitzt. Letzteres wird auch das tollste Mittel gegen das Altern niemals ersetzen können.)
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14.10./Medizin:
Warum wir bald alle hundert Jahre alt werden
Vor 160 Jahren gab es nur wenige Menschen, die 50 Jahre alt wurden. Heute spielen Neunzigjährige noch Fußball oder laufen
Marathon. Falls es für uns ein Alterslimit gibt, scheinen wir es noch längst nicht erreicht zu haben. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut erforschen das Rätsel des Alterns.
Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 1.10.07
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16.10./Alternsforschung:
Menschen werden 40 Jahre älter
250 Wissenschaftler, nicht nur aus Europa, diskutierten in Jena über das Alter.
Die Ursachen des menschlichen Altersprozesses sind unter Forschern weiter heftig umstritten. "Es gibt mehrere Theorien, die als
Grund für das Altern in Frage kommen , sagte der Altersforscher Aria Baniahmad am Rande der Fachtagung Genetics of Aging in Jena.
Weiter zum Artikel aus der Thüringer Allgemeinen vom 14.10.07
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16.10./Medizin:
Der Kampf gegen das Altern im Kopf
Nicht alle Menschen altern gleich. Manche sind geistig beweglicher als andere, leben sogar mit Alzheimer-Hirnschäden ein normales
Leben. Wissenschaftler suchen fieberhaft nach den Gründen für das Altern des Gehirns - denn die Zahl der Demenzerkrankungen steigt stetig.
Autor: Jens Lubbadeh -----
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.10.07
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10.11./Religion:
Grüne Gummibärchen
„Seele und Unsterblichkeit“: Edmund Runggaldier korrigiert in seiner öffentlichen Antrittsvorlesung, an der in Berlin neu
eingerichteten Guardini-Professur der Humboldt-Universität, vertraute Jenseitsvorstellungen.
Heimlich, könnte man sagen, sind wir alle naive Katholiken geblieben. Wer ein Be wusstsein von sich selbst als Person hat, hat automatisch eine Vorstellung von
dem, was Seele bedeutet. Wer sich eine Vorstellung von der Seele macht, denkt im selben Moment ihr Verhältnis zum Körper mit. Und wer dabei, auch wider besseres Wissen, nicht die Seele als die
Hauptsache betrachtet, verstößt gegen die eigene Intuition. Kurz: Im Alltag sind wir seit gut 2000 Jahren bei einem platonischen Idealismus hängen geblieben und nicht einmal zum differenzierteren,
aristotelisch fundierten Dualismus von Thomas von Aquin vorgedrungen.
Schlimmer noch: Wie bei dem meisten, das die christliche Religion verhandelt, lässt sich auch die Unsterblichkeit nicht einfach aus
unserer Vorstellungswelt tilgen, selbst wenn man (...)
Autor: Gregor Dotzauer ----- Weiter zum Artikel im Tagesspiegel vom 7.11.07
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10.11./Zitate:
‘Optimisten leben leichter. Pessimisten leben länger.’
(Aus einem aktuellen Leserkommentar auf ZEIT-Online. Pointierter Satz, der sich sicher noch lang und breit kommentieren
liesse. Natürlich leben vorsichtige Pessimisten länger als tollkühne Optimisten, aber das hat auch seine Grenzen. Zum einen darf nie die Freude am Leben verlorengehen, weshalb eine positive
Lebensgrundstimmung untrennbar zur Orientierung an Langlebigkeit hinzugehört, zum anderen erhöht ein zugespitzter Lebenspessimismus das generelle Krankheits- und damit auch das Sterblichkeitrisiko. Als
generalisierte Grundhaltung wären beide Einstellungen einseitig fixierend und dem Auf und Ab des Lebens unangemessen, wie beide Einstellungen in sich auch den Keim des Gegenteils enthalten, siehe z.B.
den Eintrag im Glossar zum Stichwort ‘Ankündigungsoptimismus’
. Die REALISTISCHE Einschätzung technisch-praktischer Möglichkeiten darf nie von solchen emotionalen Grundfärbungen des
Erlebens dominiert werden, die letztlich mehr die
Prägungen der individuellen Sozialisation widerspiegeln und damit unter dem Generalverdacht der Projektion stehen - in dem Maße, wie keine systematische Abwägung rationaler Argumente vorliegt, die immer auch eine Tendenz zur Selbstkritik beinhalten muß...)
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12.11./Psychologie:
Todesangst als Wahlkampfhilfe
Psychologen wagen sich an die großen Fragen von Leben und Tod. Experimente zeigen: Wer an das eigene Ende erinnert wird, entwickelt
unbewusst Strategien gegen die Furcht vor dem Sterben. Die Einflüsse sind so stark, dass sie sogar den Kunstgeschmack beeinflussen - und das Wahlverhalten.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 11.11.07 bzw. aus ‘Gehirn&Geist’11/07
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23.11./Medizin:
Die Zellen, aus denen die Träume sind
Erst maßgeschneiderte embryonale Stammzellen beim Affen, nun umprogrammierte Hautzellen beim Menschen - kurz hintereinander gelangen
Wissenschaftlern wichtige Durchbrüche. In die Stammzellforschung setzen
die Mediziner all ihre Hoffnungen und Erwartungen - zu Recht?
Autor: Jens Lubbadeh ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 22.11.07
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23.11./Politik:
"Die Deutschen müssten bis 77 arbeiten"
Rente mit 67 - wer bietet mehr? Unter Politikern und Wirtschaftsforschern ist eine neue Debatte über die Anhebung des Pensionsalters
ausgebrochen. Ein Promi-Ökonom bringt die Rente mit 70 ins Gespräch - ein anderer nennt sogar eine noch höhere Zahl.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 22.11.07
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23.11./Alternsforschung:
Stammstellenschwund im Alter
Ein alternder Körper büßt zunehmend die Fähigkeit zur Selbsterneuerung ein - mit der Folge, daß Gewebe und Organe funktionsunfähig
werden. ‘Stammzellenersatztherapie’ heißt deshalb die Hoffnung der Medizin, die manch einer sogar als ‘Tor zur Unsterblichkeit’ bezeichnet.
Weiter zum Artikel im Dezember-Heft von ‘Spektrum der Wissenschaft’
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29.11./Religion:
Strichfigur im Schattenreich
Die Symbolik ist eindeutig: Die Ausstellung wird unter anderem von der Bestattungsfirma Grieneisen gesponsort, die
schwarz-rot gekleideten Referenten netzen bei der Eröffnung die Kehlen mit Mineralwasser der Marke Höllensprudel. "Zur Hölle! Eine Reise in die antike Unterwelt", heißt die Schau, die jetzt im
Berliner Pergamonmuseum zu sehen ist.
"Bestattung und Gräber sind ein ur-archäologisches Thema", erkärt Stefan Altekamp vom Winckelmann-Institut für
klassische Archäologie an der Berliner Humboldt-Universität. Dieses ist, in Zusammenarbeit mit der Antikensammlung, Urheber der Ausstellung. Doch mit der antiken Todesvorstellung habe sich bisher niemand
eingehender befasst. Anhand von 40, teilweise eigens restaurierten, Exponaten verfolgt die Ausstellung den Weg der Toten in den Hades, ihr Dasein dort und den Kontakt zu den Lebenden.
Autor: Cornelia Kästner ----- Weiter
zum Artikel in der Märkischen Allgemeinen vom 24.11.07
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29.11./Phil osophie:
Elf Thesen zu Habermas
Die Weltreligionen sind mächtig genug. Deshalb ist es ein Fehler, wenn
Philosophen sie als Sinn-Ressource der Demokratie feiern.
Autor: Paolo Flores d’Arcais ----- Weiter zum Artikel in der ZEIT vom 22.11.07
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29.11./Alternsforschung:
Können wir ewig leben?
Der Traum ist uralt: Bereits Gilgamesch wollte den Tod überwinden und bis in die frühe Neuzeit dauerte die Suche nach dem
Jungbrunnen. Kann die Unsterblichkeit Realität werden?
Autor: MarkusC.Schulte v. Drach --- Weiter zum Artikel in d. Süddeutschen Zeitung v. 26.11.07
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Achtung! Chat mit Professor Olshansky Altersforscher der Universität Chicago Autor des Buches ‘Ewig jung?’ 3. Dezember 2007, Montagmorgen, 1 Uhr 30, MEZ Chat-Protokoll im Forum des Immortality Instituts!
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04.12./Alternsforschung:
Gen-Abschaltung macht Mäuse faltenfrei
Menschen träumen von ewig glatter und geschmeidiger Haut - manche Mäuse haben sie schon jetzt. Forscher haben einige Nager genetisch
so manipuliert, dass selbst betagte Exemplare schon nach zwei Wochen wieder straff und faltenfrei wie Jungtiere waren.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 30.11.07
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10.12./Zitate:
’Wie würden Sie das Verhältnis von Männlichkeit und Gewalt beschreiben?
Gewalt einzusetzen, ist bis heute eine Möglichkeit, die vor allem Jungen vorbehalten ist. Das heißt nicht, dass alle Jungen Gewalt
anwenden. Überhaupt nicht. Trotzdem ist es für Jungen legitimer als Täter in Gewalthandlungen verstrickt zu sein als für Mädchen. Jungen sind auch viel häufiger Opfer von Gewalttaten als Mädchen. Die
Erfahrung von Gewalt ist bis heute ein relativ normaler Bestandteil einer Jungensozialisation. Sie gehört einfach dazu.’
(Aus einem taz-Interview mit einem Psychologem zum Beinahe-Amoklauf an einer Schule in Köln, das pointiert die
geschlechtsspezifischen Wurzeln von Gewalt zum Ausdruck bringt. Körperliche Unsterblichkeit liegt in gewisser Weise quer zu traditionellem männlichen Rollenverhalten; dem sollte mann sich bewußt sein.)
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11.12./Anti-Aging:
Fit ist wichtiger als fett
Bewegung verlängert das Leben - und zwar auch das fettleibiger Menschen, zeigt eine aktuelle Studie. Warum sanfter Sport Dünne wie
Dicke verjüngt, beschreibt Jörg Blech in seinem neuen Buch: Es ist das beste Mittel, um Stress abzubauen.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 10.12.07
Ein ganz ähnlicher Artikel von Jörg Blech selbst, ebenfalls auf SPIEGEL-Online, vom 3.12.: Glücklicher Geist in bewegtem Körper
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11.12./Transhumanismus:
Nano-Bio-Info-Cogno: Wenn Wissenschaftsdisziplinen verschmelzen
In den modernen Naturwissenschaften verschwimmen die traditionellen Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen immer mehr, eine
"echte" Interdisziplinarität führt dazu, dass mehrere Wissensgebiete miteinander verschmelzen. Vor allem im Grenzbereich zwischen den Nano-, Bio- und Informationstechnologien sowie den
Kognitionswissenschaften tut sich einiges. Weiter
zu einer Pressemitteilung des Informationsdienstes Wissenschaft vom 6.12.07
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11.12./Psychologie:
Trauer kann tödlich sein
Manche Menschen sterben buchstäblich an gebrochenem Herzen. Eine neue Studie zeigt, dass Personen, die eine geliebte Person verloren
haben, mit einem erhöhten Risiko leben, selbst kurze Zeit später zu sterben.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 7.12.07
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14.12./Psychologie:
Leben Optimisten länger?
Angeblich ist eine positive Einstellung gesund und steigert die Lebenserwartung. Ist da wirklich was dran? Autor: MarkusC.Schulte v. Drach --- Weiter zum Artikel in d. Süddeutschen Zeitung v. 10.12.07
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16.12./Zitate:
‘Niemand stirbt vor Freude!’
(Aus dem anrührenden und traurig-melancholischen ZDF-Fernsehkrimi ‘Kommissarin Lucas: Das Totenschiff’ vom 24.11.07 über
Altenschicksale, Pflege-Elend und einen zugespitzten Fall von Sterbehilfe: ‘Aber passen Sie auf Ihr Herz auf!’)
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18.12./Immortalismus:
"Ich fühle mich wie 100"
Er ist der älteste aktive Schauspieler der Welt, aber ans Aufhören denkt er noch lange nicht. Am Mittwoch feiert Johannes
"Jopie" Heesters mit einer großen Party seinen 104. Geburtstag.
Weiter zum Artikel auf STERN-Online schon vom 5.12.07
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18.1 2./Medizin:
Vorsicht Überdosis
Alte Menschen schlucken am meisten Medizin und leiden am häufigsten unter Nebenwirkungen. Manchmal ist es gesünder, eine
Tablette wegzulassen. Autor: Martin Lindner ----- Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 13.12.07
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18.12./Politik:
Zelle um Zelle
Angela Merkel unterstützt die Stammzellforschung. Doch noch steht die Mehrheit in der Union nicht.
Autor: Matthias Geis -----
Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 13.12.07
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21.12./Immortalismus:
Tod eines Schürzenjägers
Der Schlüssel für ein langes Leben ist es, niemals zu heiraten, glaubte Grigori Nestor. Also mied der Ukrainer das Familienleben. Er
wurde 116 Jahre alt - und gilt inoffiziell als ältester Mensch der Welt. Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.12.07
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21.12./Religion:
Gott bewegt die Deutschen
Eine umfassende Studie zur Religiosität widerlegt zahlreiche Klischees. Glauben hat in Deutschland eine große Bedeutung: In Ost und
West, bei Jung und Alt. Die Forscher stießen aber auch auf interessante Unterschiede.
Autor: Miriam Hollstein ----- Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 16.12.07
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21.12./Alternsforschung:
Der Jahrhundertmensch
10.000 über Hundertjährige gibt es in Deutschland, vor 30 Jahren waren es rund 300. Lina Haag und Hanna Merke gehören zu den
Pionieren einer Zukunft, in der immer mehr Menschen ein Drittel ihres Lebens als Senioren verbringen - lohnt sich das?
Autor: Barbara Hardinghaus ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 17.12.07
Sehr empfehlenswert auch die verschiedenen Artikel der Titelgeschichte des FOCUS Nr. 51 über die aktuellen Wandlungen und
Perspektiven des Altenbildes ‘Was heißt hier alt?’, ebenfalls vom 17.12.07. Die Texte sind allerdings nur kostenpflichtig im Internet abrufbar, dafür kann man ein kurzes Video abspielen, das über die
Inhalte des Titelthemas informiert. In der rechten Spalte den Link ‘weitere Videos’ anklicken und die entsprechende Ausgabe auswählen.
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24.12./Psychologie:
Die Medizin des Glaubens
Die Kraft der Vorstellung kann Schmerzen lindern und Krankheiten kurieren. Auch die Religion kann zum Placebo werden. Die
Wissenschaft erklärt, warum Jesus der perfekte Heiler war. Autor: Ulrich Schnabel -----
Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 19.12.07
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24.12./Philosophie:
Zeit ist nur eine Illusion
Unser Universum ist außerordentlich speziell und – gemessen an den möglichen
Verteilungen seiner Materie und Energie – extrem unwahrscheinlich.
Autor: Rüdiger Vaas ----- Weiter zur Titelgeschichte der Januarausgabe 2008 der Bild der Wissenschaft via
FOCUS-Online
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31.12.07/Zitat des Jahres:
180 Jahre als neue Altershöchstgrenze?
Das Zitat des Jahres 2007 stammt von SPIEGEL-Autorin Barbara Hardinghaus aus ihrem Artikel ‘Der Jahrhundertmensch’ vom 17.
Dezember, der anhand der beeindruckenden Lebensschicksale zweier hundertjähriger Frauen vor allem die individuelle Plastizität des Alterungsprozesses sehr gut herausarbeitet:
‘Wie alt Menschen werden können, darüber streiten die Forscher sich, die einen sagen, bei 130 sei Schluss, die anderen,
erst bei 180 Jahren.’ (Nr. 51, 2007, S.84)
Eine solche Zahlenangabe ist überaus erstaunlich, insbesondere da sie sich im führenden Nachrichtenmagazin der Republik
findet und da sie ohne spekulative Hinweise auf kommende medizinische Durchbrüche o.ä. auskommt. Und doch liegt sie in der Logik des Kerngedankens der Plastizitität und Variabilität des Alterns, der
konservativ fixierte Altersgrenzen, die normalerweise, je nach Akzentuierung, mit 120 bis 130 Jahren angegeben wurden, nicht mehr zulässt. Zu oft haben Medizin und Alternsforschung in der Vergangenheit
bei der Propagierung von vermeintlich natürlichen Höchstgrenzen schon danebengelegen und zu drastisch ist der Anstieg der Zahl der Hundertjährigen, der sich - wie im Artikel näher ausgeführt - in nur
wenigen Jahrzehnten glatt verdreißigfacht hat!
Eine solch extreme Zunahme innerhalb nur einer Generation beweist nachdrücklich, daß es keine biologischen, z.B.
genetischen, Grenzen für ein allgemeines Höchstalter unter hundert Jahren geben kann. Gleichzeitig wird der immense Spielraum unterstrichen, der in Lebensstil- und Umweltfaktoren liegt, mithin
Bedingungen, die durch die eigene Einstellung und durch eigenes Verhalten aktiv beeinflusst werden können. Nimmt man dann noch dazu, unter welch miserablen Lebensbedingungen die heutigen Hundertjährigen
den größten Teil ihres Lebens verbracht haben, daß sie zweitens in aller Regel kaum irgendeine Form von systematischem ‘Anti-Aging’ praktiziert haben dürften und daß drittens die wissenschaftliche
Alternsforschung zu all den heutigen Altersrekorden noch gar keine substantiellen bzw. praktisch relevanten Beiträge geleistet hat, dann werden einem die wahren Langlebigkeitschancen erst wirklich bewußt!
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KURZ NOTIERT:
2.6.07/Religion: Das Juni-Heft von ‘Spektrum der Wissenschaft’ bringt u.a. eine Besprechung des schon 2006 erschienenen Buches von Anti-Aging-Professor Dr. Christoph M. Bamberger der Uni-Klinik Hamburg ‘Besser leben, länger leben. 10 gesunde Jahre mehr sind machbar - das individuelle Präventionsprogramm’, wobei Titel und Untertitel schon die inhaltliche Richtung des ganzen vorgeben. Die Rezensentin ist etwas zwiegespalten, da sie dem umfassenden Werk zwar einerseits sachliche Substanz zubilligt, die nur nicht in allem neu oder unumstritten sei, etwa in der Frage der Hormonersatztherapie. Andererseits vermisst sie Humor und Leichtigkeit und stellt daher gegen Ende zumindest den psychologischen Wert der Lektüre grundlegend in Frage. ----- 2.6./Immortalismus:
Wer sich für die Legenden um den
heiligen Gral, einem klassischen Unsterblichkeitssymbol, näher interessiert, dem sei die Titelgeschichte des Juni-Heftes des populärwissenschaftlichen Magazins
‘PM’ empfohlen. Dort geht es um die Sagen zu König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde, wobei das Gralsmotiv bekanntlich ein wesentliches wenngleich nicht
das einzige Element dieser Sagenwelt darstellt. (Zum heiligen Gral, siehe auch den entsprechenden Eintrag im Glossar). ----- 2.6./Anti-Aging:
In der Rubrik ‘Was macht eigentlich...?’ des Magazins STERN vom 31.5.07 erschien ein kurzes Interview mit Laufguru und Anti-Aging-Papst Ulrich Strunz (‘Forever Young’) zu dessen aktuellem Befinden nach
seinem schweren Sturz bei einem Fahrradunfall vor 18 Monaten. Teils hadert er darin mit seinem Schicksal auf Grund schwerwiegender Behandlungsfehler mit etwaig bleibenden
gesundheitlichen Folgen, teils blickt er mit gewohntem Optimismus in die Zukunft und deutet grundlegende seelische Veränderungen durch das einschneidende Ereignis an. (‘Jetzt hat Uli
Strunz die Liebe entdeckt’.) ----- 2.6./Immortalismus:
Im Juni-Heft des populären Psychologiemagazins ‘Emotion’ steht ein Interview mit Deepak Chopra (60), einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren in den USA im Bereich Lebenshilfe, positives Denken und
alternative Heilmethoden, zur Frage der richtigen Lebenseinstellung für ein glückliches und erfülltes Leben. Der ursprünglich aus Indien stammende einstige Arzt des TM-Gurus Maharishi
baut vor allem auf dem Gedankengut des Ayurveda auf, wobei er in seinem Buch ‘Die Körperzeit’ von 1994 traditionelles und modernes Gedankengut auch für ein Konzept
körperlicher Langlebigkeit und physischer Unsterblichkeit verbindet. (Siehe ebenfalls sein Buch ‘Der Jugendfaktor - Das 10-Stufen-Programm gegen das Altern’, zusammen mit David Simon, 2004.) ----- 8.6./Anti-Aging: Im Artikel der Financial Times Deutschland vom 31.5.
‘Das Geschäft mit der ewigen Jugend’ werden die Marktchancen von Anti-Aging-Produkten
und -Dienstleistungen einer genaueren Prüfung unterzogen. Tenor: Im Unterschied zum US-Markt seien die ökonomischen Wachstumschancen noch begrenzt, da hierzulande
‘Anti-Aging’ einen unseriösen Ruf besitze. Um dies mittelfristig zu ändern, bräuchte es qualifiziertere Ausbildungen und eine stärkere Hervorhebung des Präventionsgedankens,
wobei auch kritische Expertenmeinungen zitiert werden, die generell vor überzogenen medizinischen Erwartungen warnen. ----- 8.6./Immortalismus:
Autor Wladimir Kaminer erinnert sich in einer kürzlichen Glosse auf den Online-Seiten des Magazins ‘Cicero’ an seinen wissenschaftsgläubigen Onkel, der seinen Neffen nach der Lektüre japanischer
Wissenschaftszeitschriften um die kommende Unsterblichkeit beneidete: ‘Nun sind seitdem bereits mehr als dreißig Jahre vergangen, mich beschleicht ein mulmiges Gefühl bei der
Sache. Noch immer sterben Menschen an Krebs, viele laufen ohne Zähne herum, alles fällt allen raus. Und was machen die Japaner? Sushi!’ ----- 8.6./Anti-Aging:
Das Juni-Heft der Zeitschrift ‘Test’ der Stiftung Warentest bringt einen ausührlichen Testbericht von 13 aktuellen
Laufschuhmodellen für Herren, von denen 8 mit ‘gut’ und 5 mit ‘befriedigend’ bewertet wurden. Wer schon immer einen Anlass und Einstieg zu einer der weit verbreitetsten Fitness-,
Präventions- und Anti-Aging-Empfehlungen suchte - dem regelmäßigen Jogging - dem bietet sich hiermit vielleicht eine gute Gelegenheit. (Siehe auch die entsprechende Titelgeschichte
des STERN vom 3. Mai oder den Testbericht aus dem letzten Oktoberheft zum Thema Fitnesstudios.) ----- 8.6./Anti-Aging: Gesundheitliche Vorbeugemaßnahmen mit langfristiger Anti-Aging-Wirkung umfassen ein ganzes Spektrum sich wechselseitig ergänzender Bereiche,
die alle ihre je eigenen Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Gesetzmäßigkeiten aufweisen, so z.B. die körperliche Bewegung, die Ernährung, Atmung, Sexualität oder die
Qualität sozialer Beziehungen. Einer dieser Bereiche, der eher weniger Aufmerksamkeit auf sich zieht aber wohl eine sehr weitreichende und teils subtile Bedeutung entfaltet, ist der
Schlaf. Die aktuelle Titelgeschichte von Heft 6/2007 der Zeitschrift ‘Gehirn und Geist’ widmet sich ausführlich diesem Phänomen und gibt u.a. einige praktische Tips zur Verbesserung der
Schlafqualität. (Siehe dazu auch einen kürzeren und weniger ins wissenschaftliche Detail gehenden Artikel schon im Januar-Heft der Zeitschrift ‘Emotion’.) ----- 11.6./Demographie:
Der in FOREVER schon häufiger zitierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Demographische
Forschung in Rostock, Prof. James Vaupel, hat laut einer institutseigenen
Pressemitteilung auch auf dem G 8-Gipfel gesprochen, der letzte Woche in Heiligendamm die Aufmerksamkeit
der Weltöffentlichkeit auf sich zog. In seinem Vortrag - allerdings nur vor den Ehepartnern der versammelten Staatsoberhäuptern - stellte er die globale demographische Entwicklung
hinsichtlich der immer weiteren Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung dar und forderte eine größere finanzielle Unterstützung der Alternsforschung. ----- 11.6./Alternsforschung:
Alternsforscher Dr. Leonid Gavrilov von der Universität Chicago postete jüngst in seinem Blog eine Liste von 21 US-Neuerscheinungen nur aus dem Monat Mai rund um die Themen Altern, Altersforschung, Anti-Aging-Medizin, Langlebigkeit u.ä., für Juni eine
zweite Liste mit sage und schreibe 26 Büchern. Auch wenn es sich zum größeren Teil nur um
populäre Sachbücher oder wissenschaftliche Spezialgebiete handelt, stellt sich doch die Frage, wer das alles lesen oder gar systematisch bearbeiten soll, insbesondere, falls der
Buchmarkt jeden Monat auf’s neue eine ähnliche Flut von Titeln ausspuckt!?? In einem ähnlich gelagerten Blogeintrag
von letzter Woche wurde übrigens die Veröffentlichung von Aubrey de Greys großem Buch zum SENS-Projekt angekündigt, das Anfang September unter
der ambitionierten Überschrift ‘Ending Aging: The Rejuvenation Biotechnologies That Could Reverse Human Aging in Our Lifetime’ erscheinen soll. ----- 11.6./Medizin:
Auf großes Medienecho
stieß in der vergangenen Woche die jüngste Verkündigung eines eventuellen Durchbruchs in der Stammzellenforschung. Danach scheint nun die direkte
Umprogrammierung von Hautzellen zu embryonalen Stammzellen gelungen, so daß die bisherige verbrauchende Embryonenforschung überflüssig würde, was ethische Konflikte
ähnlich wie bei der Verwendung von adulten Stammzellen entschärfen könnte. Allerdings ist noch völlig unklar, ob und wann die neuen Ergebnisse eventuell auf den Menschen übertragbar wären. ----- 7.7./Immortalismus:
Auch Hollywood-Schauspieler Morgan Freeman möchte am liebsten unsterblich werden, wie er zu seinem kürzlichen 70. Geburtstag
bekannte: ‘Mal angenommen, die Wissenschaftler erfinden endlich mal eine Pille, die Unsterblichkeit verleiht. Die würde ich ohne zu zögern schlucken und dann in alle Ewigkeit
Filme drehen. Was könnte es schöneres geben?’ ----- 7.7./Medizin: Jeder kennt den
Zusammenhang von intensiven Gerüchen mit den Vorgängen des Gedächtnisses und der Erinnerung. Ergebnisse einer Langzeitstudie konnten nun laut einer Meldung auf SPIEGEL-Online vom 3.7. zeigen, daß ein nachlassender Geruchssinn ein frühes Warnsignal
für die Alzheimer-Erkrankung aber auch für andere neurologische Leiden darstellen kann. Eine tiefere medizinische Erklärung für diese Korrelation steht zwar noch aus, hat aber ganz
allgemein wahrscheinlich damit zu, dass die von der Krankheit betroffenen Regionen des Hirnstamms sowohl Emotionen als auch Gedächtnisinhalte verwalten. ----- 7.7./Immortalismus: Sebastian Sethe alias Caliban, einer der Moderatoren des
deutschsprachigen Regionalbereichs des Immortality-Instituts (ImmInst), hält am 13. bzw. 14.7. einen Vortrag zum Thema Lebensverlängerung an den Kammerspielen in München, im
Rahmen einer ‘Brandherde’ genannten Veranstaltung. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber eventuell in einem entsprechenden Diskussionsstrang auf ImmInst noch rechtzeitig bekanntgegeben. Eintritt 9 Euro, ermäßigt 5. ----- 3.9./Transhumanismus: Vom 23. bis 26. Juli fand in Chicago die TransVision 2007 statt, der Weltkongress der
Transhumanisten, u.a. mit Stargast William Shatner alias Captain Kirk. Näheres zum Programm und weiteren Sprechern wie z.B. Aubrey de Grey und Ray Kurzweil, siehe die Kongresshomepage. Eine eher wohlwollende Übersicht zur ganzen Veranstaltung wurde am
am 27.7. im Reason-Magazin veröffentlicht, eine kritische Auseinandersetzung unter der Überschrift ‘The Trouble with Transhumanists’ stand dagegen am 31.7. auf einem lokalen
Nachrichtenportal. -----
3.9./Immortalismus: Ende Juli startete im Forum des Immortality Instituts eine interessante
Diskussion zur Frage, inwiefern die Zukunftsprognosen Ray Kurzweils bislang zutreffen oder nicht und was vor allem von seinen Aussagen über die
zeitliche Dynamik zukünftiger Entwicklungen zu halten sei. Die Antworten fielen gemischt aus, wobei wieder einmal deutlich wurde, daß Vorhersagen über rein technologische
Innovationen ohne die Berücksichtigung sozialer, psychologischer oder auch politisch-ökonomischer Faktoren ziemlich bedeutungslos bleiben müssen, da sich hier
beschleunigende oder auch beharrende Momente entfalten. Irrt sich der knapp 60-jährige aber nur um zehn bis zwanzig Jahren in seinen Prophezeiungen z.B. zu kommenden
Langlebigkeitstechnologien, hat das für ihn - wie für Abermillionen anderer Menschen auch - entscheidende existentielle Konsequenzen. ----- 2.10./Alternsforschung: Am 16.9. erschien anlässlich der SENS 3-Konferenz im britischen ‘Observer’ ein ausführlicher Artikel über den britischen Alternsforscher Aubrey de Grey und seine Vorstellungen zur Überwindung des
menschlichen Alterungsprozesses. Der Text geht allerdings nicht weiter auf die Inhalte der Konferenz ein sondern beschreibt vor allem theoretische wie biographische Hintergründe von
de Grey und läßt auch Kritiker zu Wort kommen, so z.B. Prof. Tom Kirkwood von der Universität Newcastle, den Begründer der disposable soma-Theorie (siehe Glossar) und einer der renommiertesten Vertreter der Biogerontologie. ----- 2.10./Alternsforschung: Vom 6. bis zum 10.9. fand in Cambridge die 3. Konferenz zu Aubrey de Greys SENS-Projekt statt, dem
wohl ambitioniertesten wenngleich umstrittenen Projekt innerhalb der biomedizinischen Alternsforschung. Im Laufe der letzten beiden Wochen sind zahlreiche Konferenzvorträge für
die Übertragung im Netz aufbereitet worden und können nun als Videostream heruntergeladen werden, siehe die entsprechende Unterseite auf der SENS-Homepage. ----- 2.10./Immortalismus: SPIEGEL-Online-Redakteur Daniel Haas veröffentlichte am 20.9. eine amüsante Glosse zum Vorschlag der Fürther Landrätin der CSU Gabriele Pauli, Ehen künftig
auf sieben Jahre zu begrenzen, in dem er ihre Idee einfach auf alle möglichen anderen Lebensbereiche ausweitete. Die implizierte Verflüssigung von Identitätskonzepten,
Alltagsgewohnheiten und starren Beziehungsmustern liest sich dabei gerade in immortalistischer Perspektive mit tieferem Gewinn, kein Wunder allerdings, daß die
CSU-Politikerin bei christlich-konservativen Hardlinern auf Granit stößt, die schließlich erst im körperlichen Tode von der Last ihrer ein-eindeutigen Ich-Identitäten erlöst werden wollen. ----- 2.10./Medizin: Bei vielen neuen Studien versteht man die mediale Aufregung über die jeweiligen Ergebnisse nicht wirklich, so z.B. bei der jüngsten
Veröffentlichung darüber, daß verschmutzte Luft die Herzinfarktrate erhöht und damit die Lebenserwartung senkt. Der
statistische Effekt durch die schottischen Rauchverbote mag überraschend deutlich sein wie die signifikante Wirkung kleinster Rauchmengen interessant, aber sowohl Alltagserfahrung
wie große epidemiologische Studien seit den 60ern lassen wenig anderes erwarten. Problematisch ist allerdings die notorisch unterstellte Monokausalität des je untersuchten
Zusammenhangs und der damit einhergehende individualpsychologische Determinismus, woraus sich wiederum simplifizierende Präventionspädagogiken und politisch naive
Gesundheitskampagnen ableiten, so als ob JEDER Raucher automatisch(!) Krebs oder einen Herzinfarkt bekäme und es in Wirklichkeit nicht viele andere sowohl be- wie entlastende(!)
Faktoren gäbe, die über die Manifestation von Krankheit im Einzelfall entscheiden! Die Ausblendung des Einzelfalls zu Gunsten abstrakter statischer Zusammenhänge, die auch viele
Debatten im Kontext von Langlebigkeit und Alternsforschung beherrscht, ist aber in Wirklichkeit blossen politisch-administrativen und vor allem ökonomischen Zwängen
geschuldet - körperliche Unsterblichkeit setzt dagegen immer am Individuum an und darf nicht auf solche groben analytischen Raster verkürzt werden. ----- 2.10./Alternforschung: Dr. Leonid Gavrilov, Alternsforscher der Universität Chicago, wies kürzlich in seinem Blog auf ein
neues Buch hin, das auf Grund der Vielzahl seiner Quellen als eine Art enzyklopädische Übersicht über den Stand der biomedizinischen Alternsforschung angesehen werden kann. Es
trägt den Titel ‘The Biology of Human Aging’ (Autor: Caleb Finch) und hat insgesamt über 3000 wissenschaftliche Veröffentlichungen verarbeitet, wobei Gavrilov mit einigen überzeugenden Beispielen
belegt, daß dieses Werk tatsächlich mehr als blossen bibliographischen Wert zu besitzen scheint. |
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Termine:
Wichtige oder interessante Termine sowie vor allem ein paar Hinweise auf ausgewählte TV-Sendungen, aktuelle Kinofilme oder neuere DVD-Veröffentlichungen mit thematischem Bezug zu den Inhalten des Magazins finden sich wie immer auf der
Terminseite:
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News-Folge 28/März - Mai 2007
Aus dem Inhalt:
Zunahme von Alzheimer als Definitionsproblem - SPIEGEL-Interview mit zwei Alternsforschern - BILD: ‘Wir werden alle (bald) 100 Jahre
alt!’ - Radiosendung über Rudolf Bahro - Jungbrunnen-Mechanismus im Fadenwurm entdeckt - RAF-Terror als Selbstmordtendenz - ‘Bild der Wissenschaft’ über Religion - ‘The Scientist’: Das
Unsterblichkeitsdesign des Menschen - ImmInst-Portrait auf Times-Online - The New Yorker: ‘The Way We Age Now’ - Videostream von Aubrey de Grey in Edmonton - Heesters Lebenselexier - Anti-Aging-Crèmes im
Test...
Zur News-Folge 28
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Weitere
Texte, Essays, Buchbesprechungen etc. und ältere News-Folgen finden sich wie immer im Archiv, in dem auch die News-Schlagzeilen (ab News-Folge 9) als
erster Einstieg in ein echtes News-Archiv aufgelistet werden. Erläuterungen zu wichtigen und regelmäßig wiederkehrenden Begriffen kann man dagegen im Glossar anklicken. Teilweise sind dort auch schon im Sinne einer Registerfunktion inhaltliche Verweise auf frühere News-Folgen verlinkt. Interne Links auf ältere News-Inhalte führen bis News 26 nur zum Anfang des jeweiligen Unterabschnitts der News-Folge und noch nicht exakt zur genauen Position des spezifischen Beitrags. Bei allen im übrigen erwähnten und kommentierten externen Zeitungs- oder Zeitschriftenartikeln wurde ebenfalls ein Link ergänzt, sofern die jeweiligen Texte im Internet zur Verfügung stehen. Der in allen anderen Fällen in früheren News-Folgen hinzugefügte Hinweis ‘Nicht im Internet (einsehbar)’ soll allerdings aus Gründen der Vereinfachung und des besseren Leseflusses in Zukunft entfallen. Es sei auch noch auf den Jahresrückblick 2005 am Anfang von
News 20 hingewiesen, der schwerpunktartig das ganze Spektrum wichtiger Themen und Informationen vermittelt, das in FOREVER behandelt wird.
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L.M.M.
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