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27.06./Alternsforschung:
The Fight to End Aging Gains Legitimacy, Funding
Gandhi once said, describing his critics, "First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then
you win." After declaring, essentially out of nowhere, that he had a program to end the disease of aging, renegade biogerontologist Aubrey de Grey knows how the first three steps of
Gandhi's progression feel. Now he's focused on the fourth. (...) This weekend, his organization, The Methuselah Foundation, is sponsoring its first U.S. conference on the emerging
interdisciplinary field that de Grey has helped kick start. (...) The conference, Aging: The Disease - The Cure - The Implications, held at UCLA, is an indication of how far de Grey has come
in mainstreaming his ideas.
Autor: Alexis Madrigal ----- Weiter zum Artikel in ‘Wired’ vom 26.06.08
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27.06./Alternsforschung:
Erbgut verändert sich mit dem Alter
Das Leben hinterlässt Spuren beim Menschen- und zwar nicht nur im Gesicht, in den Organen oder in den Knochen. Eine
aktuelle Studie besagt, dass sich auch das Erbgut mit der Zeit viel stärker verändert als bisher vermutet.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 25.06.08
Anmerkung: Natürlich verändert sich das Erbgut mit dem Alter, denn es ist SELBST in vielfältiger Weise dem Alterungsprozeß ausgesetzt, so daß alle möglichen genetischen Steuerungs- und Regulationsprozesse mit fortschreitender Zeit immer fehlerhafter werden (wenn sie nicht durch Reparatursysteme kompensiert werden etc.) Diese Tatsache wird in den vielen Annahmen über eine vermeintlich genetische ‘Programmierung’ des Alterns meistens übersehen bzw. eben im Sinne des Programmparadigmas als aktiver genetischer Einfluß fehlinterpretiert, während es sich in Wirklichkeit nur um einen eher passiven handelt. Auch der im Artikel erwähnte Begriff ‘epigenetische Programmierung’ ist tendenziell irreführend, denn die ganze Epigenetik, also die komplexe Wechselwirkung zwischen variablen Umweltfaktoren mit dem Genom, läuft letztlich gerade darauf hinaus, den deterministischen Charakter genetischer Programmierung grundlegend zu relativieren! (Eine populäre
Einführung zur Epigenetik findet man in einem Artikel aus dem April-Heft 2007 der Zeitschrift GEO, der nun auch im Internet komplett einsehbar ist.) L.M.M.
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27.06./Zitate:
SPIEGEL ONLINE: Herr Ihl, stimmen die Zahlen der Demografen, werden in 22 Jahren mehr als zwei Millionen Menschen in
Deutschland an Alzheimer erkrankt sein. Gibt es Möglichkeiten, sich vor dieser Krankheit zu schützen?
Ihl: Keine, die wir kennen würden und: Die Zahlen stimmen. Natürlich ist es immer gut, sich ausgewogen zu ernähren,
sich körperlich und geistig fit zu halten, einen kurzen Mittagsschlaf zu halten und auf Gifte zu verzichten. Selbst Heiraten mindert das Risiko. Die Pharmaindustrie forscht mit viel Aufwand
an möglichen Impfstoffen. Doch bislang gilt: Alzheimer ist eine Alterskrankheit. Zwei Prozent der Patienten erkranken früher, um das 40. Lebensjahr, hier spielt die Vererbung häufig eine
größere Rolle. Doch bei allen anderen kommt die Krankheit sporadisch mit dem Alter. Alzheimer ist eine Begleiterscheinung der steigenden Lebenserwartung in Industrieländern.
(Aus dem SPIEGEL-Online-Interview vom 25.6.08 mit dem Chefarzt einer gerontopsychiatrischen Abteilung und zugleich
Vorsitzenden der Europäischen Gemeinschaft für Gerontopsychiatrie Ralf Ihl. Es handelt sich um den typischen Alarmismus, der sich aus der linearen Hochrechnung von demographischen Daten
ableitet. Dabei besagt jede zweite Meldung gerade auch von SPIEGEL-Online zum Thema das glatte Gegenteil, nämlich daß zum einen mit Durchbrüchen in der Forschung zu rechnen ist und daß zum
anderen sehr wohl die Lebensumstände den Ausbruch der Krankheit beschleunigen oder verzögern können, wie Ihl verwirrenderweise hier sogar selbst zugesteht. Das heißt aber im Klartext: wie
sich die Krankheitszahlen in 22 Jahren(!) WIRKLICH entwickeln werden, kann kein Mensch wissen, da niemand vorhersagen kann, ob die dann Alten in der Summe ihrer Verhaltensweisen und
Voraussetzungen tatsächlich die gleichen, bessere oder sogar schlechtere Alzheimer-Dispositionen mitbringen als die heutigen! Die lineare Hochrechung suggeriert einen deterministisch-passiven
Alterungs-Automatismus, der so nicht existiert, schon gar nicht individuell, und der dann wieder den weit verbreiteten Fatalismus oder die ‘Alterstrance’ (Aubrey de Grey) nährt. Hier im
kleinen, im alltäglichen Wissensjournalismus und Experteninterview, fängt das schon an, und wer diesen Fatalismus über Jahre und Jahrzehnte tausendfach geistig eingeatmet hat, dem wird es
immer schwerer fallen, da noch eine andere Sicht entgegenzusetzen oder für alternative Optionen offen zu bleiben. L.M.M.)
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27.06./Religion:
Käßmann plädiert für Auseinandersetzung mit dem Tod
Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann sieht bei immer mehr Menschen die Bereitschaft, sich Gedanken über den
Tod und ein mögliches Leben danach zu machen. Die wachsende Auseinandersetzung mit der Todesfrage sehe sie positiv, sagte die Bischöfin am Dienstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung in
der Universität Göttingen. Das Thema sei viel zu lange verdrängt und weggeschoben worden.
Weiter zum Artikel auf ‘jesus.de’ vom 25.06.08
Kommentar: Wer denkt, daß die fundamentale Ausrichtung auf Unsterblichkeit etwas besonderes, seltenes oder gar neues sei, sollte sich immer wieder vor Augen halten, daß noch im letzten kleinen Dorf eine Institution existiert, die sich zentral um diesen Gedanken herum organisiert! Auch alle spekulativen, phantastischen oder unglaubwürdigen Elemente z.B. des christlichen Glaubens halten die Gesellschaft dabei nicht davon ab, deren Würdenträger mit höchstem Respekt und massivem gesellschaftlichem Einfluß zu versehen. Die Orientierung an körperlicher Unsterblichkeit unterscheidet sich zunächst daher nur in der Form von den althergebrachten religiösen Traditionen, und daß sie immer noch als unseriöser angesehen wird oder einen Außenseiterstatus einnimmt, hat rein historische, politische oder sozialpsychologische Gründe und hält einer tieferen rationalen Nachprüfung nicht stand. L.M.M.
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27.06./Immortalismus:
Pro 7 "Moonlight": Der Gutvampir
Die neue Saugerserie auf Pro7 ist eine Mischung aus Smallville, CSI und Buffy. Trotzdem ein amüsanter Krimispaß mit
metrosexuellen Vampiren und anderen Schönlingen. Autor: Ewald Bechtloff ----- Weiter zum Artikel in ‘die presse’ vom 24.06.08. Siehe auch den Vorbericht einen Tag zuvor im ‘Blick’ aus der Schweiz.
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22.06./Alternsforschung:
Warum Frührente krank machen kann
Führende deutsche Altersforscher kritisieren im SPIEGEL die Pläne der SPD für mehr Altersteilzeit. Länger im Job zu
bleiben habe zahlreiche Vorteile - und könne Krankheiten wie Demenz und Altersdepression entgegenwirken. Bilanz: Frühverrentung ist in vielen Fällen "bodenloser Unsinn".
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 21.06.08
Kritik: Sicher mag Frühverrentung ‘in vielen Fällen’ - wievielen denn genau? - unsinnig sein, insbesondere wenn sie unfreiwillig erfolgt, aber genauso sicher ist der umgekehrte Fall der zwangsweisen Längerarbeit ‘in vielen Fällen’ körperlich und gesundheitlich belastend. Altersteilzeit und Frühverrentung sind sowieso zwei Paar Schuhe, wie die Kommentare der Altersforscher nicht gerade besonders viel politische Sensibilität verraten und in ihrer Pauschalität sogar die Sinnhaftigkeit eines Rentensystems überhaupt in Frage stellen. Die sinnvollste Richtschnur wäre wohl eine genaue Differenzierung nach Tätigkeiten und konkreten Belastungsgraden, aber differenzierte Lösungen sind im Politikalltag mit dessen permanenter Suche nach einfachen griffigen Formeln fast unmöglich, zum anderen aus betriebswirtschaftlich-organisatorischen Gründen nicht immer durchführbar. (Flexible Arbeitszeiten oder Teilzeitmodelle geraten häufig in Konflikt mit begrenzten Arbeitsplatzausstattungen, z.B. in Form von Maschinen, oder der Notwendigkeit von genau abgestimmter Teamarbeit usw.) L.M.M.
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22.06./Empirie:
Dreimal so viele Kriegstote
Die Zahl der Kriegsopfer der vergangenen 50 Jahre muss nach oben korrigiert werden. Das haben US-Wissenschaftler mit
Hilfe einer neuen Methode herausgefunden.
Autor: Christian Heinrich ----- Weiter zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 20.06.08
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22.06./Psychologie:
Die Konjunktur der Ängste
Unsere Risikowahrnehmung unterliegt starken Schwankungen. Waldsterben und Vogelgrippe sind out, jetzt reden alle über
Klimawandel und die Gefahren der Ernährung. Eine Analyse des Wechselspiels zwischen Wissenschaft, Medien, Politik und unserem kollektiven Bauchgefühl.
Autor: Ulrich Schnabel ----- Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 19.06.08
Kommentar: Ausgezeichneter Text, der die irrationalen Aspekte der öffentlichen Risikodebatten bzw. kollektiven Angstkonjunkturen noch einmal sehr gut herausarbeitet. Siehe dazu auch den ähnlichen Artikel aus dem Mai-Heft von GEO samt entsprechendem
Kommentar, in dem ich die Ausblendung des Alterungsthemas aus dem Risikodiskurs moniert habe, was vielleicht sogar der Schlüssel für das tiefere
Verständnis der allseits beklagten Diskrepanz zwischen realen und eher eingebildeten Gefahren darstellt.
Letztlich wird die individuelle wie kollektive Gefahreneinschätzung von medialen, politischen und
(massen-)psychologischen Eigendynamiken regiert und nicht primär von statistisch-abstrakten Zusammenhängen, weshalb z.B. auch das schematische Herumreiten auf der Zahl der Toten durch den
Alterungsprozess, wie es bei Biogerontologe Aubrey de Grey oder in weiten Teilen des Immortality Instituts grassiert, ziemlich wirkungslos bleiben muß. Diese beinah trotzig-eigensinnige und
letztlich szientistische Haltung zeigt dagegen nur die Entfernung vom Alltagsbewußtsein an und führt schließlich sogar zu fragwürdigen Mobilisierungsstrategien, denn die Popularisierung des
Methusalemmauspreises oder des von de Grey anvisierten SENS-Projekts geht von irrigen Grundannahmen über den Zusammenhang von psychologischen Dispositionen, medialer Öffentlichkeit und
finanzieller Förderbereitschaft aus. L.M.M.
PS vom 23.06.: Irrational an
der Risiko-Debatte ist natürlich nur die Verwechslung von Prioritäten bzw. eben die häufige Diskrepanz zwischen mehr realen und eher gefühlten Gefahren. Die allgemein herrschende Herabstufung
des Alterns gegenüber anderen existentiellen Bedrohungen hat dagegen aber auch einen höchst rationalen Kern, da die negativen Folgen des Alterungsprozesses für die meisten Menschen noch weit
in der Zukunft liegen, während andere potentielle Gefahren sich hier und heute manifestieren. (Diese fehlende Dringlichkeit in einem unmittelbar-sinnlichen und selbstevidenten Sinne dürfte
auch allen Versuchen zur Bewältigung des Klimawandels schwer zu schaffen machen.)
Eine rein statistische Betrachtung der menschlichen Lebenserwartung und Todesursachen unterschlägt, daß die Menschen
tagtäglich, umfassend und engagiert etwas dafür TUN müssen, um überhaupt erst einmal das höhere Lebensalter zu erreichen, in dem sie DANN an altersbedingten Krankheiten sterben können.
Statistiken sind aber keine Garantieerklärungen für den persönlichen Lebenssinn oder Lebenserfolg. Die Fixierung auf sie blendet daher nicht mehr und nicht weniger als das ganze übliche Leben
mit seinem innigen Hoffen, Streben und Bangen aus, inclusive sozialer, politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen, mithin sämtliche Kernaspekte und Kontexte von Motivation und
individueller Subjektivität!
Aktuelle Illustration für all diese komplexen Zusammenhänge: die heutige Top-Meldung auf SPIEGEL-Online, daß die
galoppierende Inflation sämtliche kürzlich erreichten Lohngewinne wieder aufgefressen hat. Eine wirtschaftlich verarmende Bevölkerung z.B. kann aber weder optimistisch in die Zukunft schauen,
noch sich um zeitlich längerfristige existentielle Bedrohungen kümmern, noch überhaupt nur die heute übliche ‘durchschnittliche Lebenserwartung’ erreichen, wobei all diese wirtschaftlichen,
sozialen oder politischen Faktoren natürlich kaum von rein medizinischen oder biogerontologischen Innovationen beeinflussbar sind, sich aber durchaus auch medizinisch oder alternsspezifisch
niederschlagen können...
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22.06./Medizin:
Erbgut in Auflösung
Das Genom galt als unveränderlicher Bauplan des Menschen, der zu Beginn unseres Lebens festgelegt wird. Von dieser Idee
muss sich die Wissenschaft verabschieden. In Wirklichkeit sind unsere Erbanlagen in ständigem Wandel begriffen.
Autor: Ulrich Bahnsen ----- Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 12.06.08
Anmerkung: Vielleicht muß man einmal mit Zwillingen befreundet gewesen sein, um wirklich zu verstehen, wie wenig sich selbst eineiige Zwillinge gleichen, nicht mal äußerlich-körperlich im Aussehen und schon gar nicht geistig-seelisch, psychologisch. Das ist letztlich auch gar nicht verwunderlich, denn der Mensch zeichnet sich biologisch-evolutionär im Unterschied zu allen übrigen tierischen Lebensformen durch sein entwickeltes Großhirn aus, durch das sich seine fulminante Lernkompetenz manifestiert, die wiederum große individuelle Freiheitsspielräume von biologisch-genetischer Mitgift gewährt. Diese Freiheitsspielräume sind sicher nicht absolut, weshalb es durchaus - begrenzten - Sinn macht, nach angeborenen Verhaltensdispositionen, körperlichen Einschränkungen und biologischen Vorgaben zu suchen, aber wer deren Stellenwert zu hoch und zu deterministisch ansiedelt, verfehlt die lernende Natur des Menschen, die gerade auf die individuelle wie kollektiv gemachte und zeitlich immer sehr viel kurzfristigere ERFAHRUNG setzt als auf die sehr viel trägere Änderung der genetischen Struktur. Dieses Lern- und Erfahrungsprinzip war und ist dem adaptiven Überlebenserfolg meistens dienlicher gewesen als deterministisch fest verdrahtete Reiz-Reaktionsprogramme, weil es sehr viel schneller und sehr viel flexibler auf Umweltveränderungen reagieren kann. Natur und Kultur sind so im tiefsten und letzten auch keine unversöhnlichen Gegensätze, da letztere auf ersterer aufbaut bzw. immer ein natürlicher, natürlich-künstlicher Teil von ihr ist...
Interessante Frage im Langlebigkeits- und Unsterblichkeitskontext, inwiefern sich diese von der biologischen Natur des
Menschen hergeleiteten Freiheitsgrade auch in allen Aspekten der Lebenserwartung niederschlagen. Ist die immer weitere Steigerung der individuellen Langlebigkeit, wie sie auch in
unterschiedlichen Lebensstilaspekten zum Ausdruck kommt, nicht die konsequente Verwirklichung der effektiveren Anpassungs- und Überlebensleistung des lernenden Gehirns? Und verfehlen alle
Alterstheorien, die genetische Faktoren in ihren Auswirkungen auf den menschlichen Alterungsprozeß einseitig-rückwärtsgewandt überhöhen, nicht schon einen biologischen Wesenskern der
dynamischen menschlichen Natur?? L.M.M.
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22.06./Zitate:
“Information is NOT knowledge! - Knowledge is NOT truth! - Truth is NOT wisdom! - Wisdom is NOT beauty! -
Beauty is NOT love! - Love is NOT music!... MUSIC is the best!...” (Frank Zappa)
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22.06./Anti-Aging:
Bis zum Zusammenbruch
Schadet Musikgenuss beim Joggen oder Radfahren? Neue Experimente zeigen: Klangduschen wirken leistungsfördernd - aber sie
führen auch zur Ausschüttung von Stresshormonen.
Autor: Frank Thadeusz ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.06.08
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22.06./Anti-Aging:
Gesunde Töne: Herz-Verjüngung mit dem „Medikament“ Musik
Musik beeinflusst einen wichtigen Parameter für unsere Gesundheit positiv: Die Herzfrequenz-Variabilität erhöht sich
binnen vier Wochen, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Autor: Claudia Richter ----- Weiter zum Artikel in ‘die presse’ vom 15.06.08
Kritik: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Die je nach individuellem Temperament und äußerem Anlaß erregende oder entspannende Wirkung von Musik ist längst Alltagserfahrung von Millionen und hat über den tieferen Einfluß auf die Gemütslage durch sensorische, neurologische und hormonelle Zwischenglieder natürlich auch längerfristige medizinische Auswirkungen. Ebenso gibt es seit Jahrzehnten schon populäre Bücher und Ratgeber der verschiedensten Art zu diesem Zusammenhang: ‘Die musikalische Hausapotheke’, ‘Nada Brahma - Die Welt ist Klang’, ‘Die kosmische Oktave’ usw. usf. Die Behauptung allerdings, an zwei Kontrollgruppen von gerade mal je etwa 30 Personen gewonnen, man besässe über die üblichen und eher intuitiven Formen von psychosomatischer Selbstregulation hinaus tatsächlich einen objektiven, universellen und auch praktisch allgemein anwendbaren Schlüssel, musikalische Eigenkompositionen gar, um UNABHÄNGIG vom persönlichen Musikgeschmack und der individuellen musikalischen Sozialisation die beschriebenen medizinischen Effekte auszulösen, kann erst mal nur die allergrößte Skepsis auslösen! Wenn die beteiligten Wissenschaftler wirklich von dieser Annahme überzeugt wären, sollten sie sofort ihre Forschungen einstellen und stattdessen besser auf Tournee gehen, eine Platte aufnehmen oder eine Fernsehsendung produzieren, Motto: ‘Musik ist die beste Medizin’. L.M.M.
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18.06./Medizin:
Schon Herzstillstand reicht Ärzten für Organentnahme
In Frankreich sollen die Regeln für Organspender geändert werden: Schon wenn ein Mensch einen Herzstillstand erleidet,
sollen Ärzte zugreifen dürfen. Doch an dem Verfahren gibt es Zweifel - nachdem ein vermeintlich Toter auf dem OP-Tisch wieder aufwachte.
Autor: Heike Le Ker ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.06.08
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18.06./Philosophie:
Endlich alt!
Der Geschlechtstrieb: in ruhigere Bahnen gelenkt. Karriereziele und Aufstiegsstreben: obsolet geworden. Und nun:
Freiheit, nichts als Freiheit? Das gute, nonkonforme Leben: über die Möglichkeiten des Alters. Autor: Konrad Paul Liessmann ----- Weiter zum Artikel von ‘die presse’ aus Wien vom 14.06.08
Anmerkungen:
1. Wenn auch unter kritischen Vorzeichen macht der Artikel noch einmal sehr gut deutlich, wie Sexualität und jugendliche Vitalität zusammengehören, so daß man den Verfall sexueller Lust und Aktivität beinahe als Leitindikator für den körperlich-seelischen Alterungsprozeß heranziehen könnte.
2. Der Gang des Autors durch die abendländische Philosophiegeschichte suggeriert eine auch sozialgeschichtliche Wirkungsmacht bestimmter philosophischer Traditionen, die aber keineswegs gegeben war. Läßt man die letzten 2500 Jahre Revue passieren, dann sind es dagegen primär RELIGIÖSE Denk- und Verhaltensweisen, die das Leben der Menschen bestimmt haben, mithin Weltanschauungen, die fundamental auf Zukunft bezogen waren, sogar über den Tod hinaus, und die gerade auch das Denken und Fühlen der Menschen im Alter dominierten!
3. Witzig und bezeichnend, wie der Autor in der Schlußbemerkung seine Überschrift wieder einkassiert und als effekthascherische, bloß ironisch-polemisch gemeinte Übertreibung bloßstellt, damit aber die ganze altersapologetische Grundtendenz seines Textes auf den Kopf stellt. Altern ja bitte, aber ganz so dramatisch will ich es dann doch wieder nicht gemeint haben. Existentielle Todesangst und die korrekt benannten defizitären Aspekte des Alterungsprozesses lassen sich eben doch nicht mit ein paar philosophischen Sophismen aus der Welt schaffen, Cicero hin und Odo Marquard her. Die so wort- und ideenreich beschworene Akzeptanz von Altern und Tod (OHNE religiöse Hintertür) ist einfach nur die vernünftig erscheinende Anpassung an das scheinbar unvermeidliche, aber diese ‘Identifikation mit dem Aggressor’ wird sofort obsolet, wenn neue Möglichkeiten ins Spiel kommen. Daher schwanken schon heute, mit den heute schon realisierbaren Lebensgewinnen von vielen Jahren bis einigen Jahrzehnten, die tradierten Auffassungen, wobei man sich ausrechnen kann, was mit ihnen passiert, sollte es einmal zu echten Durchbrüchen auf dem Langlebigkeitssektor kommen! Man studiere die Auswirkungen der Anti-Baby-Pille auf die traditionelle Sexualmoral und man hat wahrscheinlich ein idealtypisches Beispiel. Daß man sich darüberhinaus mit dem nicht änderbaren abzufinden hat, ist banal, sagt aber noch gar nichts über die je konkreten individuellen wie kollektiven Spielräume aus, die tatsächlich existieren.
PS: Man achte auch auf den im dortigen Kontext-Menü verlinkten und schon etwas älteren
Artikel über den blinden Fleck in der Alterskonzeption von Simone de Beauvoir. Die Ahnfrau des modernen Feminismus und Autorin des von Unsterblichkeitsgegnern gerne einmal erwähnten Romans ‘Fosca’ bzw. ‘Alle Menschen sind sterblich’ vertrat ganz klar eine historisierende Auffassung von Altern und Tod, die der anthropologisch-existentiellen Dimension der menschlichen Sterblichkeit unangemessen ist. Die im Text von den Kritikerinnen angediente ‘Würde der Endlichkeit’ ist allerdings auch nicht viel besser und nur die x-te Variation der ‘Identifikation mit dem Aggressor’, siehe oben. L.M.M.
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18.06./Politik:
Angriff auf den Körper
Der Streit um Altersteilzeit und "Rente mit 67" wird unehrlich geführt. Denn nicht jeder kann jenseits der 60
Jahre noch arbeiten. Die Frage ist: Wer darf künftig früher aufhören?
Autor: Barbara Dribbusch ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.06.08
Kommentar: Sehr guter Artikel, weil er sehr gut die zunehmenden gesundheitlichen Auswirkungen durch die Arbeit mit steigendem Lebensalter differenziert, nicht nur nach der üblichen Unterscheidung zwischen Kopf- und Handarbeit! Wer in der Langlebigkeits- und Unsterblichkeitsperspektive die Köpfe und Herzen von Massen gewinnen will, muß gerade an solche sozialen und politischen Realitäten - konstruktiv - anknüpfen können, denn bestimmte körperliche bzw. psycho-soziale Belastungen werden immer krankmachenden und damit tendenziell lebensverkürzenden Charakter behalten. Wer glaubt, allein durch futuristische medizinische Therapien z.B. gegen das Altern die unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Degenerationsprozesse neutralisieren zu können, verdreht dagegen die Prioritäten. L.M.M.
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18.06./Psychologie:
Wien stirbt anders
Mumifizierte Leichen, pompöse Beerdigungen, Probeliegen im Bestattungsmuseum: In kaum einer anderen Stadt wird das Thema
Tod zum Kult erhoben wie in Wien. Wer schaurige Erlebnisse sucht, wird schnell fündig.
Autor: Gerhard Waldherr ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 16.06.08
Hinweis: Die im Artikel auch hergestellte Verbindung zwischen der ganz speziellen Todeskultur Wiens und der Begründung der Todestriebkonzeption Sigmund Freuds ist überaus interessant, denn normalerweise werden von Kritikern des Todestriebs nur persönliche und allgemein weltpolitische Gründe für die fatale Weiterentwicklung der Freudschen Trieblehre benannt: Freuds Krebskrankheit, der Tod seiner Tochter und vor allem die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs mit seinen Millionen von Toten. Nun wird einem bewußt, daß er schon Jahrzehnte lang in einem lokalen und historisch prägenden Umfeld lebte, in dem die Kultivierung der Sterblichkeit absonderliche Blüten trieb, mithin ihm die Idee eines ‘Todestriebes’ schon von ganz anderer und tieferer Weise nahegelegt wurde. L.M.M.
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15.06./Zitate:
"Und ich atme.”
(115-jährige Niederländerin auf die Frage nach ihren Langlebigkeitsrezepten, siehe unten die Meldung vom 11.06.08. Ihr
Beispiel macht im übrigen erneut klar, wieviel Langlebigkeitsreserven der menschliche Organismus in Wirklichkeit noch besitzt, dessen Lebenszeit immer nur vom schwächsten Glied begrenzt wird.
Siehe ein Hinweis in News 14 auf die Reith-Vorlesungen von Biogerontologe Tom Kirkwood, der schon 2001 auf ähnliche Untersuchungsergebnisse bei Hochbetagten hingewiesen hatte.)
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15.06./Medizin:
Kleine Teilchen, großes Risiko
Nanoteilchen sind überall: in Sonnencreme, in Zahnpasta, in Unterhosen. Sie machen Salben cremiger, Textilien frischer,
Wurst rosiger. Jetzt mehren sich Hinweise, dass von den Wunderpartikeln Gesundheitsgefahren ausgehen. Autor: Hilmar Schmundt und Markus Verbeet ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 09.06.08
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15.06./Zitate:
“ (...) Will computers that are ten times as powerful really make life ten times as wonderful, or make our decisions
ten times as good, or make us ten times as inventive? I don’t see the evidence.
Another is the assumption that technological improvement automatically produces social improvement. In the last
century, technology enabled numerous genocides on a scale never before seen. And looking at Darfur, Afghanistan, Iraq, Zimbabwe, Pakistan, Myanmar, Lebanon, Gaza, … it’s not at all clear that
our improved technology is making the world better-governed and better at using the fruits of technology for non-destructive purposes. (...) “
(Auszug aus einem Posting von New York Times-Leser Jim Horning im Blog von John Tierney zur Debatte über die Thesen von
Ray Kurzweil, siehe unten die Meldung vom 07.06.08. Im Grunde kann man die Kritikpunkte dort einsammeln und braucht sie kaum noch selbst zu formulieren: 1. ist es nicht beweisbar, daß die
exponentielle Steigerung der Computerrechenleistung auch in der Zukunft anhält. 2. muß man immer auch mit Sättigungeffekten und Grenzwerten rechnen, da nicht jede Entwicklung sich
exponentiell fortsetzen kann. 3. selbst wenn die Entwicklung exponentiell weitergeht, weiß man noch lange nicht, in welchem Verhältnis sich die Computerrechnenleistung auf ganz anderen
Gebieten auswirkt. 4. gibt es auch alle möglichen negative Trends, die sich mit einer ähnlichen Dynamik entwickeln bzw. geht die gesteigerte Computerleistung in destruktive Phänomen mit ein,
z.B. die Militärtechnologie. 5. hat die seit Jahrzehnten längst ablaufende exponentielle Steigerung der Rechenleistung weder zu einer exponentiellen Steigerung der Einkommen, der Gesundheit,
der durchschnittlichen oder der maximalen Lebenserwartung, des Glücks o.ä. geführt, siehe das Zitat, usw. usf. Die ganze Singularitätsthese steht also schon von ihren Ausgangsbegründungen auf
sehr wackeligem Fuß, um so mehr, je stärker sie mit einer zeitlichen Naherwartung verknüpft ist. Aber wie es im heise-Artikel dazu ganz richtig heißt, siehe erneut unten, 07.06., ohne
Naherwartung geht die Faszination flöten, letztlich weil nur sie todestranszendierenden Charakter entfaltet.)
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15.06./Medizin:
Peepshow ins Ich
Junge Firmen offerieren Privatleuten den Blick ins Erbgut: Wer bezahlt, soll seine genetischen Stärken und Schwächen
erfahren. Was bringt die Entblößung?
Autor: Marco Evers ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online schon vom 02.06.08
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11.06./Alternsforschung:
115 und kein bisschen Alzheimer
Mit Matjes und Orangensaft hielt sich Hendrijke von Alden fit und galt als lebendes Wunder. Nun zeigt sich: Die einst
älteste Frau der Welt hatte ein völlig gesundes Gehirn.
Autor: Christina Berndt ----- Weiter zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 11.06.08
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11.06./Medizin:
Doppelschlag gegen Alzheimer
Ist es das lang erhoffte Wundermittel gegen Alzheimer? Ein neuer Wirkstoff soll die gefährliche Ablagerungen im Gehirn
verhindern. Vom Erfolg der klinischen Tests hängt viel ab, denn die Zahl der Alzheimer-Opfer wird in Zukunft stark steigen. Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 11.06.08. Siehe dazu auch die Meldung vom Informationsdienst Wissenschaft am 06.06.08 über ähnliche jüngste Entdeckungen zur Alzheimerforschung am Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena.
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11.06./Psychologie:
Die Illusion vom großen Wandel
Millionen Menschen in aller Welt träumen vom Neuanfang - irgendwann, irgendwie, irgendwo. Doch jenseits der 30 fällt es
zunehmend schwer, sich noch zu verändern.
Autor: Nikolas Westerhoff ----- Weiter zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 07.06.08
Anmerkung: Die innere Wandlungsfähigkeit ist eine der größten Herausforderungen für Immortalisten und war nicht umsonst schon ein wichtiges Thema für Unsterblichkeitspionier
Prentice Mulford. Die abnehmende Offenheit und Bereitschaft zum Umlernen von Älteren kann man dabei auch als naturwüchsige Konsequenz des sich
stetig annähernden Todeszeitpunktes deuten, denn die verbleibende Lebenszeit wird immer geringer im Vergleich zum bereits gelebten Leben und das sich Einlassen auf Neues erscheint so immer
sinnloser. Traditionelle Todesakzeptanzphilosophien wirken so anscheinend als verstärkende self fulfilling prophecies, während die viel beklagte ‘Verdrängung’ des Todes umgekehrt zu den immer
agileren ‘neuen Alten’ der Gegenwart führt.
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07.06./Transhumanismus:
The Future Is Now? Pretty Soon, at Least
Before we get to Ray Kurzweil’s plan for upgrading the “suboptimal software” in your brain, let me pass on some of the
cheery news he brought to the World Science Festival last week in New York. Autor: John Tierney ----- Weiter zum Artikel der New York Times vom 03.06.08. In den Kommentarspalten von Tierneys Blog entfaltet sich das aktuelle Pro und Contra um Kurzweils Thesen. Eine jüngste Einschätzung aus deutscher Sicht findet sich dagegen auf den Online-Seiten von heise.online: ‘Ein Nerd im Zukunftsglück’.
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07.06./Anti-Aging:
So alt wird man in deutschen Städten
Ernährung, Bewegung, Alkohol und Zigaretten: Unsere Lebensdauer wird durch viele Faktoren beeinflusst. Doch auch die
Lebensqualität am Wohnort kann eine entscheidende Rolle spielen. Wer richtig alt werden will, zieht am besten gen Süden. Denn in München werden die Menschen älter als in Berlin, in Stuttgart
älter als in Hamburg. Das hat eine Untersuchung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ergeben.
Weiter zum Artikel auf dem Lifestyle-Portal von T-Online vom 05.06.08.
Kommentar: Unsinniger Aufmacher, informativer Artikel, denn wie der Text im weiteren Verlauf korrekt herausarbeitet, sind die wirksamen Faktoren gerade keine städtischen oder regionalen Besonderheiten sondern nur die üblichen Lebensbedingungen: Bildung, Einkommen, Gesundheitsprävention usw. Wer also einfach nur ‘gen Süden’ zieht, ohne DARAN etwas zu ändern, wird keineswegs automatisch ‘richtig alt’. Siehe daher auch den Lebenszeit-Rechner auf den Online-Seiten der Zeitschrift ‘fit for fun’ vom 04.06.:
‘Können Sie 100 Jahre alt werden?’
und weitere in den Kontext-Menüs angebotene Tests und Informationen.
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07.06./Politik:
Energieriese Total warnt vor Ende des Ölzeitalters
Unabhängige Experten ahnten es schon immer - nun gibt es erstmals ein Energiemulti zu: Die weltweite Ölförderung wird
wohl bald ihr Maximum erreichen, warnt der französische Konzern Total. Bisherige Schätzungen seien "zu optimistisch" - denn die Unternehmen finden nicht genug neue Vorkommen.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 03.06.08
Anmerkung: Die Peak-Oil-Theorie, also die These, daß die weltweite Erdölförderung in näherer Zukunft ein Maximum erreicht und danach irreversibel abfällt, mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft und den Massenwohlstand, wird schon seit geraumer Zeit auch in transhumanistischen Kreisen oder z.B. im Forum des Immortality Instituts ernsthaft diskutiert. Die hier verlinkte Meldung scheint ein erster Hinweis darauf zu sein, daß sich diese Ansicht auch unter führenden Vertretern der Energiewirtschaft auszubreiten beginnt. Die Wichtigkeit des Themas in immortalistischer Perspektive dürfte klar sein, denn individuelle Langlebigkeit setzt immer auch eine gesicherte und nachhaltige Energieversorgung voraus. Zur Energiefrage siehe ebenfalls eine entsprechende
Artikelsammlung auf den Online-Seiten der ZEIT.
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03.06./Anti-Aging:
Faltenkiller wirken tatsächlich
Retinol, Hyaluronsäure und der CO2-Laser schaffen es tatsächlich, Falten zu glätten und die Haut zu verjüngen. Das
Geheimnis liegt in der Kollagenproduktion.
Weiter zum Artikel auf FOCUS-Online vom 29.05.08
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03.06./Zitate:
“Paradoxien der Unsterblichkeit
Auch ist das Massensterben des Jahres 2007 bei der Académie française im Gedächtnis geblieben: sechs Tote binnen zwölf
Monaten. Die Unsterblichen sind also doch sterblich. Hélène Carrère d'Encausse, secrétaire perpétuel, Ständiger Sekretär der Akademie, äußerte sich gelassen: Es sei nicht ungewöhnlich, dass
ein Akademiker versterbe - seit Gründung der Institution gebe es im Durchschnitt zwei Tote pro Jahr. Die Ständige Sekretärin nahm sich Anfang des Jahres sogar noch die Freiheit, sieben
Bewerbungen abzulehnen. Doch die Akademiker und die Juroren des Prix Goncourt sind sich des Problems bewusst und versuchen jetzt, der Vergreisung entgegenzusteuern.”
(Aus einem Artikel der FAZ vom 29.5. - Titel: ‘Niemand will mehr unsterblich werden’ - über Probleme der Académie
francaise, Nachwuchs zu finden. Von wegen ‘Paradoxie’: die notorische Tendenz, aus der Unsterblichkeit eine haltlose Metapher zu machen, wird einfach nur von der Realität wieder einkassiert.)
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30.05./Medizin:
Suizid in der Garage
Magnus Rehmann aus München fragt: Kann man sich mit den Abgasen aus modernen Katalysatorautos noch umbringen?
Weiter zum Artikel in der ZEIT 29.05.08
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30.05./Alternsforschung:
Kinder verlängern das Leben
Kinder sollen ja bekanntlich glücklich machen. Aber dass sie ihren Eltern trotz oder gerade wegen all der
Sorgen und Ärgernisse, die sie ebenso unvermeidlich mit sich bringen, auch ein bedeutend längeres Leben bescheren, ist neu. Forscher der Universität Oslo haben nun aber genau das
herausgefunden: Müttern im Alter von 45 bis 68 Jahren attestierten die Wissenschafter ein um 50 Prozent niedrigeres Sterblichkeitsrisiko als kinderlosen Frauen der gleichen Altersgruppe. Bei
den Vätern lag das Sterblichkeitsrisiko immerhin um 35 Prozent niedriger.
Autor: André Anwar ----- Weiter zum Artikel der Wiener Zeitung vom 28.05.08
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30.05./Hedonismus:
Forever young! Das ultimative Anti-Aging-Rezept.
Schmale Lippen. Kaltes Herz und spritzende Giftigkeit. Hängende Wangen und schlaffer Busen. Mit all dem ist bald Schluss.
Statt Botox greift Frau zum jungen Lover....
Autor: Susan Heat ----- Weiter zum Artikel der Rheinischen Post-Online vom 26.05.08
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30.05./Alternsforschung:
Das Herz - Zentrum der Lebenskraft und Symbol der Liebe
Heidelberger Wissenschaftler beleuchten am 6. Juni 2008 um 17.00 Uhr in der Aula der Neuen Universität das Herz aus
medizinischer, sport- und musikwissenschaftlicher Sicht - Veranstaltung des Netzwerks AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg.
Weiter zur Meldung des Informationsdienst Wissenschaft vom 26.05.08
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26.05./Transhumanismus:
Interessante Zeiten
Die Chancen stehen gut, dass in den nächsten 30 Jahre die größten technologischen und gesellschaftlichen Revolutionen der
Menschheitsgeschichte stattfinden werden. Der Begriff der »Singularität« ist längst nicht mehr der Science-Fiction vorbehalten.
Autor: Rainer Sigl ----- Weiter zum Artikel von report-online vom 24.05.08
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26.05./Alternsforschung:
Betagte Köpfe denken mehr
Wenn älterere Menschen wieder mal nicht das richtige Wort finden, ist dies vor allem ein Zeichen dafür, dass sie mehr
Informationen aufnehmen und verarbeiten.
Autor: Christina Berndt ----- Weiter zum Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 23.05.08
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26.05./Medizin:
”Nano” – das Rezept für eine bessere Medizin?
Mit neuartigen Objekten im Zwergformat zu präziseren Diagnosen und wirksameren Therapien
In Basel findet dieser Tage der erste europäische Kongress für klinische Nanomedizin statt. Patrick Hunziker, einer der
Organisatoren, erläutert im Gespräch die Chancen und Gefahren dieser neuen Medizin, die auch immer wieder Science-Fiction-Phantasien beflügelt. Weiter zum Interview in der Neuen Zürcher Zeitung vom 21.05.08. Siehe auch den Artikel auf SPIEGEL-Online vom gleichen Tag über gesundheitsschädliche Folgen von Nanoröhrchen.
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22.05./Anti-Aging:
Neuer Anlauf für umstrittene Hormon-Ersatztherapie
Es ist ein Milliardenmarkt: Millionen Frauen haben in den Wechseljahren Hormone geschluckt, bis die Behandlung 2002 wegen
erhöhter Gesundheitsrisiken in Verruf geriet. Jetzt fordern Mediziner einen Neuanfang: Für gesunde Frauen unter 60 sei die Hormongabe durchaus zu empfehlen.
Autor: Holger Dambeck ----- Weiter zum Artikel aus SPIEGEL-Online vom 20.05.08
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22.05./Alternsforschung:
Wissenschaftlicher Beirat des Netzwerks AlternsfoRschung (NAR) nominiert
International ausgewiesene Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen der Alternsforschung beraten zukünftig
Kooperationspartner des NAR. Rektor der Universität Heidelberg berief fünf Mitglieder. Nächstes NAR-Seminar am 6. Juni. Weiter zur Meldung des Informationsdienst Wissenschaft vom 15.05.08. Siehe dazu auch das Porträt der NAR im Mannheimer Morgen vom 17.05.: ‘Experten für Fragen des Älterwerdens’.
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22.05./Religion:
Alles so schön esoterisch
In Paris sucht eine große Ausstellung nach den »Spuren des Heiligen« in der Moderne. Doch wie religiös ist die
Gegenwartskunst? Autor: Wolfgang Ullrich ----- Weiter zum Artikel von ZEIT-Online vom 15.05.08
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22.05./Zitate:
Die Lebenserwartung steigt. Warum sollen wir nicht länger arbeiten?
Als der Bauer noch seine Felder mit der Hacke bearbeitet hat, konnte er gerade sich selbst ernähren. Alle
Familienmitglieder mussten mitarbeiten, auch Kinder und Alte. Heute kann ein Bauer mit seinem Mähdrescher und seinen Traktoren 99 andere Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen. Die Frage, wie
viele Alte und Junge eine Volkswirtschaft versorgen kann, hängt allein von der Zunahme der Produktivität ab. So lange die Produktivität schneller wächst als die Zahl derer, die nicht
arbeiten, ist die Debatte über die Demografie ein Phantomstreit.
(Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, am 18.5.08 im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel zur Forderung
seiner Partei, die Rente mit 67 wieder abzuschaffen.)
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18.05./Immortalismus:
Einwände gegen die physische
Unsterblichkeit Die Top Ten der beliebtesten Argumente
Nach Jahren der Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Einwänden gegen die körperliche Unsterblichkeit der
verschiedensten Art bin ich der festen Überzeugung, daß es nur eine kleine Zahl von Punkten gibt, die wirklich relevant sind. Mit ihnen wird man immer wieder auf’s neue von Kritikern
konfrontiert, während der große Rest mehr oder weniger bedeutungslos ist oder nur eine Variation der Standardeinwände darstellt. Daher macht es Sinn, sich auf sie zu konzentrieren bzw. sie
einmal übersichtlich und komprimiert aufzulisten und Gegenargumente zu formulieren. Diese Kernpunkte sind, meiner Meinung nach und in dieser Reihenfolge: weiter zur Top Ten
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15.05./Anti-Aging:
Anti-Aging-Buch gewinnt Health Media Award 2008
Das Handbuch Anti-Aging & Prävention, erschienen im VERLAG im KILIAN in Marburg, hat den "Health Media
Award" 2008 in der Kategorie Print/Bücher bekommen. Der beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) tätige Autor Dr. Rüdiger Schmitt nahm die Auszeichnung am Dienstag, 13. Mai, während des
"2. trendforums Gesundheitskommunikation" in Köln entgegen.
Weiter zur Pressemeldung von ddp-direkt vom 14.05.08
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15.05./Religion:
Die Gottesfrage
Religiöser Fundamentalismus fällt nicht vom Himmel. Er ist eine Reaktion auf die kalte Zweckrationalität der liberalen
Gesellschaft. Autor: Terry Eagleton ----- Weiter zum Artikel von ZEIT-Online vom 08.05.08
Anmerkung: Die Historisierung
der Religion par excellence, auf hohem intellektuellen Niveau. So wahr und bedeutsam all’ die Hinweise auch sein mögen, aber den überhistorischen und anthropologischen Ursprung von Religion,
jenseits aller geschichtlichen und aktuellen Ausprägungen, berührt man so nie, damit aber auch nie die tiefere Ursache der zu Recht kritisierten Phänomene. Wahrscheinlich hat es
Säkularisierung als bestimmende Massenerscheinung noch nie gegeben, auch nicht in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, sondern es handelte sich hierbei immer um eine projizierende
Selbstüberschätzung tonangebender intellektueller und kultureller Eliten, die ihre Denkstile und Überzeugungen mit dem geistigen Leben der Allgemeinheit verwechselten. L.M.M.
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15.05./Alternforschung:
Gesundes Altern
Vögel reparieren Erbgutschäden effizienter als Menschen - Deshalb werden sie vergleichsweise alt
Die ältesten Menschen auf der Welt leben unter anderem im Kaukasus und auf der japanischen Halbinsel Okinawa, der Insel
der Hundertjährigen. Schon länger suchen Wissenschaftler nach den Mechanismen, die Menschen besonders "gesund" altern lassen.
Autor: Petra Spamer ----- Weiter zum Artikel aus WELT-Online vom 07.05.08
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11.05./Religion:
Die Unsterblichkeit des Körpers
Anmerkungen zur ZDF-nachtstudio-Sendung über die Unsterblichkeit der Seele
Der interessanteste Hinweis kam gleich zu Beginn von Kulturwissenschaftler Thomas Macho, der darauf aufmerksam machte,
daß die neuere Überlegung zur Unsterblichkeit der Seele im Grunde genommen schon ein defensiver Rückschritt sei, weil damit die weitergehende Hoffnung auf die Unsterblichkeit des Körpers, wie
sie im Auferstehungsglauben des Christentums populär geworden war, aufgegeben wird!
Prinzipiell spricht alles dafür, daß die christliche Kernidee von der leiblichen Auferstehung der Toten den ungeheuren
Ausbreitungserfolg des Christentums in der Geschichte erklärt, während die viel ältere Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele in der Tat keine genuin christliche ist. In dieser
religionsgeschichtlichen Perspektive erscheint es dann auch alles andere als zufällig, daß die westliche Moderne mit ihrer existentiellen Ausrichtung auf das Diesseits, die materielle Welt
und den Körper ausgerechnet aus der Zerfallsmasse eben der christlichen Religion entstand. Die weltlichen Unsterblichkeitsprojekte der verschiedensten Art - man denke nur an die Sendung zuvor
über Fragen der Bioethik im Kontext der Stammzellenforschung - lassen sich dann als moderne wenngleich bislang noch weitgehend unbewußte Anknüpfung an die Wurzeln der christlichen Tradition
interpretieren, deren zentrale Hoffnung auf Auferstehung von den Anhängern ursprünglich keineswegs bloß “metaphorisch” verstanden worden war, wie es auch hier wieder Teilnehmer der
Diskussionsrunde behaupteten. Das leere Grab und der auferstandene Christus sind in der naiven Vorstellungswelt vormoderner Menschen aber höchst konkret verstandene Wirklichkeiten und nur als
solche fanden sie zentralen Eingang in die Entstehung und Ausbreitungsdynamik des Christentums.
In dem Maße, wie sich nun die Rückkehr des Erlösers und die konkrete Überwindung des je eigenen Todes der Gläubigen immer
weiter verzögerten, im gleichen Maße spalteten sich zunächst die traditionellen Bekenntnisse in alternative und konkurrierende Richtungen auf, erodierten die religiösen Überzeugungen immer
mehr auf breiterer Front und mündeten schließlich in die (teil-)säkularisierten Gesellschaft der Gegenwart. Die Widersprüchlichkeiten und Brüche dieser Entwicklung bzw. der aktuellen
geistigen Lage resultieren dabei einfach aus dem immer noch existierenden ‘Stachel des Todes’, auf den die Moderne, der moderne Atheismus oder der konventionelle naturwissenschaftliche
Rationalismus bislang keine Antwort finden konnten, ja, den sie noch nicht einmal als wesentliches Problem betrachten, weshalb Gegenbewegungen, fundamentalistische Rückfälle und
Irrationalismen der verschiedensten Art kein Wunder sind.
Das ebenfalls in der Sendung angesprochene religionspädagogische Vermittlungsproblem, nämlich zwischen
christlich-konfessioneller Tradition bzw. biblisch-religiöser Sprache und der modernen Lebenswelt, wird allerdings immer größer und unlösbarer, wie man auch wieder an den umwegigen und
ausweichenden Antworten der katholischen Theologin auf entsprechende Nachfrage des Neurobiologen ablesen konnte. Die vom neubekehrten SPIEGEL-Redakteur anempfohlene Intuition als
Allheilerkenntnismittel zu den letzten Dingen genügt ebenfalls schon lange nicht mehr den längst gewohnten Maßstäben an objektiver Genauigkeit, Überprüfbarkeit und intersubjektiver
Nachvollziehbarkeit allgemeingültiger Aussagen, wie sie unseren Alltag bis in die letzten Winkel unserer Sicherheits- und Bequemlichkeitsbedürfnisse beherrschen (vergl. Expertenkommissionen
und wissenschaftliche Gutachtergremien, Arbeitsschutzgesetze, juristische Verfahren, TÜV, DIN-Normen, Lebensmittelüberwachung, Stiftung Warentest usw. usf.) In dieser Hinsicht ist dagegen die
Perspektive körperlicher Langlebigkeit geradezu ein Ausbund an selbstevidenter Konkretion und objektiver Meßbarkeit, denn die Transformation einst christlicher Ewigkeitsideale in die
allgemeine Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung oder gar in moderne Projekte physischer Unsterblichkeit kann schlicht an der fortschreitenden Zahl der hinzukommenden
individuellen Lebensjahre abgelesen werden...
Die Sendung vom 20.04.08 ‘Ist die Seele unsterblich? Rückkehr eines Phantoms’ steht in der ZDF-Mediathek weiterhin auch als Videostream zur Verfügung. L.M.M.
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11.05./Zitate:
Es kann nur einen geben: Dich und Mich! L.M.M.
(Abwandlung bzw. Erweiterung des Highlander-Mottos in taoistischer Perspektive. Siehe auch Glossar: ‘Zweifacher Weg’.)
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11.05./Natürliche Unsterblichkeit:
Tao oder Tantra?
Das Geheimnis des goldenen Elixiers und die Suche nach der vollkommenen Vereinigung
Wilde Sexorgien? Absolute, hemmungslose Lust – oder reine und pure Kontrolle der Lebenskraft? Was genau macht eigentlich
Tao oder Tantra aus? Udo Treide bringt für SEIN Licht ins Dunkel der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Schulen.
Autor: Udo Treide ----- Weiter zum Artikel der Mai-Ausgabe der spirituellen Monatszeitschrift SEIN
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11.05./Medizin:
Bis zu 15 Prozent aller Diagnosen sind falsch
Wie oft urteilt ein Arzt falsch? Schätzungen zufolge schwankt die Quote je nach Fachgebiet zwischen zwei und 15 Prozent.
Viele Ärzte überschätzen ihre Fähigkeiten, kritisieren Forscher, und fordern gezielte Maßnahmen, um im schlimmsten Fall tödliche Fehldiagnosen zu vermeiden.
Autor: Holger Dambeck ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 08.05.08
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08.05./Katastrophenschutz:
Nur keine Panik
„Weshalb fürchten wir die Rinderseuche BSE, denken aber kaum an die viel größere Gefahr von Salmonellen im
Geflügelfleisch? Wie lange bleibt eine Brücke stabil? Hunderte Wissenschaftler sind in Deutschland damit beschäftigt, Risiken zu erkennen und möglichst auszuschalten. Ebenso schwierig aber
ist es, Menschen unbegründete Ängste zu nehmen und ihren Sinn für die wahren Gefahren zu schärfen.”
So wird ein lesenswerter Artikel im Mai-Heft von GEO zum Thema Risikoforschung eingeführt, der verschiedene öffentliche Institutionen zur Risikoprävention vorstellt und in dem u.a. ein Experte eine sehr anschauliche Klassifizierung ganz unterschiedlicher Risiken und Katastrophenszenarien erläutert (Kassandra-, Pandora-, Zyklop-, Damokles-Risiko). Ein Risiko sei definitionsgemäß und ganz abstrakt „das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses und dem Umfang eines möglichen Schadens”. Wenn man bedenkt, daß die Eintrittswahrscheinlichkeit des Alterungsprozesses mit der kollektiven Folge des garantierten Todes immer noch 100% beträgt, dieser Risikoaspekt aber leider keine weitere Beachtung zumindest in diesem Übersichtsartikel findet, ist die im Text beschworene Irrationalität der öffentlichen Risikodebatte kein Wunder. (Im Sinne der erwähnten Risikotypologie müsste es sich beim Altern übrigens um ein typisches “Kassandra”-Risiko handeln, da das Schadensereignis für die meisten Menschen erst in fernerer Zukunft eintritt und es daher einer warnenden Kassandra bedürfte, um es rechtzeitig abzuwehren.) Man hat es gewissermassen mit einer frei flotierenden existentiellen Angst zu tun, die alle möglichen mehr oder weniger gefährlichen Probleme unangemessen aufladen und verzerren kann. Wenn aber nicht einmal die entsprechenden Experten und zuständigen Behörden den Sinn für “die wahren Gefahren” bzw. richtigen Prioritäten haben, was soll man dann erst von sensationslüsternen und quotengeilen Medien bzw. hysterisierten Bürgern erwarten!? L.M.M.
Links zu den im Artikel erwähnten Institutionen:
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM)
Abteilung für Technik- und Umweltsoziologie der Universität Stuttgart
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08.05./Hedonismus:
Glück für alle
„Der renommierte Wissenschaftler Doktor Adamo hat ein verheißungsvolles Angebot offeriert. Er verspricht den Menschen,
die zusammen mit ihm, eine Reise durch das Universum wagen, lebenslanges Glück. Zwei Frauen und drei Männer, die es in ihrem bisherigen Leben nicht geschafft haben, längerfristig mit sich
zufrieden zu sein, haben sich auf das Angebot hin gemeldet und betreten erwartungsvoll das Raumschiff. (...) Was muss passieren, damit möglichst viele Menschen, ohne zu lügen, ernsthaft von
sich behaupten können, mit ihrem Leben glücklich zu sein? Dass wir zukünftig in der besten aller Welten leben werden, daran versuchen viele Wissenschaftler im Dienste der gesamten Menschheit
zu arbeiten. Erbkrankheiten ausmerzen, die Gene verbessern, das Leben verlängern, ja am besten sogar bis ins Unendliche, bis in die Unsterblichkeit ermöglichen, sind Visionen, die einigen
wunderbar erscheinen, anderen aber auch Angst machen. Was ist das überhaupt, ein glückliches Leben? Und kann man es künstlich herstellen?(...)”
(Aus der Ankündigung zu einer Theaterpremiere am 8.5.08 im Schauspielfrankfurt, Kleines Haus)
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08.05./Zitate:
“Manchmal wird auf einen neudeutschen Vorschlag verzichtet, weil sich partout nichts Zumutbares finden lässt. Das war
etwa bei „Anti-Aging“ der Fall, hier schienen weder Jungbrunnen noch Schrumpelbremse geeignet. “
(Aus einem Welt-Online-Artikel vom 28.4.08, über den Kampf gegen Anglizismen in der deutschen Sprache.)
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04.05./Hedonismus:
Will alles Glück Ewigkeit?
Wer wissen will, was das ‘Wohlstandsparadox’ oder die ‘hedonistische Tretmühle’ ist bzw. bei welchem Monatseinkommen der
finanzielle Grenznutzen des Glücks aktuell liegt, der greife zum Mai-Heft von ‘Spektrum’, in dem der Bioethiker Edgar Dahl einen anspruchsvollen Essay zur empirischen Glücksforschung veröffentlicht hat. Grundtenor: Glück hängt nur sehr begrenzt an materiellem Reichtum; die Menschen wollen primär nicht reich sein sondern vor allem reicher WERDEN...
Der Text ist frei im Internet einsehbar, im Spektrum-Talk vom 25.4. kann man auch ein ca. 10-minütiges Interview mit dem Autor herunterladen. Man beachte auch die im Netz freigeschalteten Leserbriefe, in der sich eine kleine Diskussion u.a. zu methodischen Schwächen der zugrundeliegenden Untersuchungen entwickelt hat, an der sich der Autor auch selbst beteiligt. Ein Leser stellt dabei - aus christlicher Perspektive - eine interessante Verknüpfung von Glück und Unsterblichkeit her, in dem er Kirchenvater Augustinus entsprechend zitiert: "Es kann nicht sein, daß der, der es [das Leben] so liebt, nicht will, daß es ewig währt. Erst dann wird es glücklich sein, wenn es ewig sein wird." Eine Antwort von Edgar Dahl hierzu steht noch aus, könnte aber interessant werden. L.M.M.
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04.05./Empirie:
Frauen glauben eher an ein Leben nach dem Tod
48% aller Frauen und 33% aller Männer in Deutschland glauben aktuell an ein Leben nach dem Tod, zusammen damit deutlich
unter 50%. Dies ist das Ergebnis
einer großen SPIEGEL-Umfrage, in der das Wochenmagazin zu allen möglichen Lebensbereichen das Durchschnittsverhalten bzw. die durchschnittlichen Einstellungen der Deutschen untersuchen ließ. (Siehe die Titelgeschichte der gedruckten Ausgabe vom 21.4.08: ‘Wie ticken die Deutschen?’) Die Auswertungen und Statistiken enthalten auch eine Abteilung zur durchschnittlichen Lebenserwartung, die bezogen auf das Jahr 2007 82,1 Jahre für Frauen und 76,6 Jahre für Männer beträgt sowie eine Auflistung der häufigsten Todesursachen. An erster Stelle stehen mit 43,7,% aller Fälle Herz-/Kreislauferkrankungen gefolgt von Krebserkrankungen (26,4 %), Krankheiten des Atmungssystems (6,7%) und des Verdauungssystems (5,2%). Dreiviertel aller tödlichen Opfer im Straßenverkehr und aller Selbstmörder sind Männer, wobei aber nicht-natürliche Todesursachen insgesamt weit weniger als 5% der jährlichen Todesfälle ausmachen. Ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel aller Deutschen sieht den Sinn des Lebens vor allem in einer harmonischen Partnerschaft, in guten Freunden oder darin, Kinder zu haben. Für 40% aller Männer aber nur 22% aller Frauen ist dagegen Sex das wichtigste im Leben. L.M.M.
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04.05./Politik:
Alt, aber nicht egoistisch
Die Parteien vergreisen, die Wähler werden immer älter. Regieren uns bald Rentnerräte? Die Politikwissenschaftlerin
Bettina Munimus warnt vor Hysterie. Ein Interview.
Weiter zum Interview auf ZEIT-Online vom 28.04.08
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30.04./Medizin:
Neuer Therapie-Ansatz gegen Alzheimer
Dresdner Forscher haben eine neue Methode zur Behandlung von Alzheimer entwickelt: Sie rüsteten einen Wirkstoff mit einem
Anker aus, damit er an Hirnzellen andocken kann. Die Ergebnisse erster Tierversuche sind vielversprechend.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 25.04.08
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30.04./Psychologie:
Warum wir uns gern falsch erinnern
Das Vergessen und Uminterpretieren sind wichtige Funktionen des Gehirns: Ein gutes Gedächtnis für sich allein bedeutet
noch gar nichts. Menschen, die nicht vergessen können, sind praktisch nicht Überlebensfähig. Hirnforscher Ernst Pöppel erklärt im Gespräch mit WELT ONLINE warum das so ist. Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 25.04.08. Siehe dazu auch den Essay ‘Die hohe Kunst des Vergessens’ von Unsterblichkeitspionier Prentice Mulford schon vom Ende des 19. Jahrhunderts!
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30.04./Demographie:
Das Rentenkomplott
Im Nachtmagazin der ARD vom 24.4. kam in einem kurzen Beitrag im Rahmen der ARD-Themenwoche zum demographischen Wandel
auch Statistik-Professor Gerd Bosbach zu Wort, der die gängigen demographischen Katastrophenszenarien unter Hinweis auf künftige Produktivitätssteigerungen entschieden zurückwies. (Auf der
ARD-Seite im linken oberen Menü den Link ‘ARD-Themenwoche’ anklicken.) In einem Artikel des Berliner Tagesspiegels schon vom 20.12.07 hat Professor Bosbach schon einmal etwas genauer nachgerechnet:
‘Das Rentenkomplott’
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30.04./Medizin:
Faul macht dumm
Trägheit schadet auch der geistigen Gesundheit: Wer sich zu wenig bewegt, hat neuen Studien zufolge ein weit höheres
Risiko, an Parkinson, Alzheimer oder Depressionen zu erkranken. Umgekehrt erweist sich Sport als die beste Medizin, um Hirnleiden zu behandeln.
Autor: Jörg Blech ----- Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 21.04.08
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28.04.08/Religion:
Die Seele existiert auch nach dem Tod
Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten von rätselhaften Phänomenen – häufig von einem Tunnel, an dessen Ende Licht
erstrahlt. Auch seriöse Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt. Autor: Rolf Froböse ----- Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 25.04.08. Siehe aber auch die Meldung vom 06.04.08 bzw. die entsprechenden Hinweise zur Nahtodproblematik in der kürzlichen ZDF-Nachtstudio-Sendung zur Frage ‘Ist die Seele unsterblich? Über die Rückkehr eines Phantoms.’
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28.04./Alternsforschung:
Langlebige auf Okinawa
In den tagesthemen vom 23.4.08 wurde im Rahmen der ARD-Themenwoche zum demographischen Wandel ein
inspirierender Beitrag über Langlebige auf der japanischen Insel Okinawa ausgestrahlt. Die durchschnittliche Lebenserwartung Japans ist eine der höchsten der Welt, hieß es in der Einleitung
des Moderators, wobei die Einwohner Okinawas diesen Durchschnitt noch übertreffen... Der ca. 4-minütige Beitrag, in dem auch einige Langlebigkeits-’Rezepte’ verraten werden, kann immer noch
auf der ARD-Homepage angeschaut werden. In der Inhaltsübersicht links oben unter der Überschrift ‘Ganze Sendung’ einfach das Stichwort ‘Okinawa’ anklicken.
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28.04./Politik:
Reichtum schützt vor Herzinfarkt
Die Reichen haben es doch besser, zeigt einmal wieder eine Studie, die Daten von fast 20.000 Menschen aus einer
Langzeitstudie verarbeitete. In diesem Fall scheinen Amerikaner im Alter zwischen 50 und 64 Jahren ein geringeres Herzinfarktrisiko zu haben, wenn sie wohlhabender sind als der Durchschnitt.
Die Angehörigen der ärmsten 10 Prozent haben in diesem Alter sogar ein drei Mal größeres Risiko als die der Gruppe unterhalb der 10 Prozent der reichsten Menschen (vom 75. bis 89. Perzentil
oder Prozentrang). Diese Schicht wählte man, weil man die Gruppe der Superreichen ausschließen wollte.
Autor: Florian Rötzer ----- Weiter zum Artikel auf heise-Online vom 25.04.08
Anmerkung: Die Ergebnisse dieser Studie erinnern erneut daran, wie soziale, politische und vor allem auch ökonomische Faktoren ganz entscheidend über die individuelle Lebenserwartung mitbestimmen. Eine ausschließliche Konzentration auf biomedizinische oder alternswissenschaftliche Themen muß daher allein schon unter dem Gesichtspunkt der kollektiven Mobilisierung und Motivierung für das Langlebigkeitsthema aussichtslos erscheinen. Siehe auch den letzte Woche im Berliner Tagesspiegel erschienenen Artikel über den Bericht des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP) zum aktuell zunehmenden Stress am Arbeitsplatz:
‘Arbeit macht immer mehr Menschen krank’
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24.04./Alternsforschung:
Longevity quest moves slowly from lab to life
Don't bank on anti-aging pills anytime soon — unless you're a worm
At 104 and counting, Sadie Kaplan has achieved the lifespan so many of us say we want, without ever popping a pill or
lifting a finger to pursue longevity.
The secret behind her long, healthy life remains a mystery to the New York matriarch, belle of the local Jewish senior
center, who still lives in her own apartment and likes to sneak past well-meaning neighbors for a solo dinner at the nearby Popeyes chicken joint.
Autor: JoNel Aleccia ----- Weiter zum Artikel auf msnbc vom 22.04.08
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24.04./Zitate:
„Soll er sich selbst zur Verfügung stellen wenn ihn der Tod so fasziniert.”
(Leser-Kommentar im Forum auf SPIEGEL-Online zum kürzlichen Aufruf eines Künstlers, der für eine Kunst-Performance über
‘die Schönheit des Todes’ einen sterbenden Menschen öffentlich ausstellen will.)
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24.04./Immortalismus:
Erhebet die Herzen, beuget die Knie
Gesundheit als Religion: Vorsorge, Enthaltsamkeit, Sport – das ist die neue Dreifaltigkeit. Ein Gotteslästerer, der dies
bezweifelt. Autor: Manfred Lütz ----- Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 17.04.08
Kommentar: Selten so gelacht: ausgerechnet der Psychiater aber auch Erzkatholik und Papst-Berater Lütz - aktuell in den Bestsellerlisten mit ‘Gott’ - predigt den „Hedonismus”, bezweifelt den tieferen Sinn der Unsterblichkeit und wünscht uns ins ach so glückliche Mittelalter zurück, wo die Menschen noch eine Ewigkeitsvorstellung gehabt hätten, freilich ohne die christlich beschworene Möglichkeit ewiger Verdammnis zu erwähnen! In Wahrheit ist Krankheit in aller Regel eine selbstevidente Unglückserfahrung - die zunehmende Bedeutung von Gesundheit in der Moderne resultiert daher zunächst einfach nur aus den immens gestiegenen medizinischen Heilungs- und Präventionschancen von Krankheit. Die von ihm aufgespießten Übertreibungen und Verschrobenheiten (die er freilich selbst in übertriebener Weise darstellt) sind dabei tatsächlich Ausdruck der jeweiligen aktuellen Grenzen der Medizin, die der dogmatische Christ als gewohnheitsmäßiger Spielverderber allerdings nur wieder dazu nutzt, um sein traditionelles Opium anzubieten. Wahrer wird die von ihm angepriesene Alternative dadurch noch lange nicht.
Der Artikel ist im übrigen ein Aufguß einer Titelgeschichte der Zeitschrift natur+kosmos von vor anderthalb Jahren bzw.
eine Drittverwertung von Thesen, die Lütz schon in seiner 2002 veröffentlichten Polemik ‘Lebenslust’ veröffentlicht hat. Siehe den ausführlichen Kommentar schon in News 25.
L.M.M.
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24.04./Empirie:
Wie viele Menschen erträgt die Erde?
Prinzipiell kann die Erde mehr als die heutige Menschheit ernähren. Doch die Tragfähigkeit unseres Planeten hängt von der
Lebensweise der Menschen ab.
Autor: Michael Odenwald ----- Weiter zum Artikel auf FOCUS-Online vom 18.04.08
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24.04./Immortalismus:
Wird der Tod eines Tages abgeschafft, Frau Berkéwicz?
Interview mit der Schriftstellerin und Leiterin des Suhrkamp-Verlags Ulla Unseld-Berkéwicz anlässlich ihres neuen Romans
‘Überlebnis’.
Autor: Felicitas von Lovenberg ----- Weiter zum Artikel auf FAZ-Online vom 23.04.08
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24.04./Politik:
China, Klima, Gentechnik - drei Irrtümer der Hungerdebatte
Wer trägt die Schuld an der Ernährungskrise? Die Chinesen, sagen manche. Der Klimawandel, warnen andere. Aber die
Gentechnik wird's richten, behaupten Dritte. Alles falsch.
Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 17.04.08
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24.04./Zitate:
„Der Schluss liegt nahe, dass Forscher lieber zu viel als zu wenig dramatisieren sollten. Schließlich wird eine zügige
Reduktion des CO2-Ausstoßes kaum Schaden anrichten, auch wenn sich hinterher herausstellt, dass sie auch weniger groß hätte ausfallen können. Tut man hingegen zu wenig, und die Auswirkungen
des CO2 stellen sich gleichzeitig als schlimmer heraus als bislang angenommen, dann stehen der Erde heiße Jahrzehnte bevor - im Grunde ist es simple Spieltheorie.
Freilich kann das gezielte Verbreiten immer neuer Horrorszenarien auch nach hinten losgehen. Zweifler am Klimawandel
warten nur darauf, dass bewusste Übertreibungen publik werden, um so die gesamte Forschergemeinde zu diskreditieren.”
(Aus einem SPIEGEL-Online-Artikel vom 18.4. über Probleme der Medienberichterstattung zum Klimawandel. Die Passage drückt
ziemlich genau die in FOREVER eingenommene Grundhaltung zum Thema aus.)
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21.04./Alternsforschung:
Schwedische Fichte stellt Alters-Weltrekord auf
Fast 10.000 Jahre hat eine Fichte schon auf dem Buckel, die Forscher in Mittelschweden entdeckt haben. Der Nadelbaum ist
damit der älteste, bislang bekannte, lebende Baum der Welt.
Weiter zum Artikel auf SPIEGEL-Online vom 17.04.08
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21.04./Immortalismus:
Perry Rhodan kämpft jetzt gegen Terroristen
Schwupps, der Held ist nun 3000 Jahre alt. Die Science-fiction-Serie "Perry Rhodan" erscheint seit 47 Jahren.
Die Zeit der großen Erfolge liegt ein wenig zurück. Jetzt wird eine neue Reihe gestartet, der Held kehrt ins „Goldene Zeitalter" zurück und übernimmt Aufgaben, die der Leser aus den
Nachrichten kennt.
Autor: Wieland Freund ----- Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 12.04.08
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21.04./Anti-Aging:
Langer Atem
Ein guter Grund, den Schweinehund zu überwinden und - gleich heute - eine Runde joggen zu gehen: Ausdauersport bremst das
Altern. Weiter zum Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 12.04.08
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21.04./Zitate:
“Im kalifornischen Rentnerparadies Palm Springs wird an diesem 12. April ein 76. Geburtstag gefeiert. Kein sehr
außergewöhnliches Ereignis, aber ein außergewöhnliches Geburtstagskind - und ein echter Filmstar. Der ehrwürdige Jubilar ist der Schimpanse Cheeta, bekannt als treuer Begleiter Johnny
Weismüllers in den "Tarzan"-Filmen der Dreißiger und Vierziger. Seinen Ehrentag feiert er in einem Altersheim für in Rente gegangene Affen aus Kinofilmen, Fernsehserien und
Werbespots. (...) Cheeta ist heute der älteste bekannte Affe der Welt und der letzte noch lebende seiner Ära. Normalerweise werden Schimpansen, deren Erbgut übrigens zu 98 Prozent mit dem von
Menschen identisch ist, nur etwa 40 Jahre alt. Aber das südkalifornische Klima und die gute Pflege scheinen ihm gut zu bekommen. Seinen Filmpartner Johnny Weismüller, der 1984 starb, hat der
Methusalem unter den tierischen Filmstars jedenfalls bereits um Jahrzehnte überlebt.”
(Aus einem SPIEGEL-Online-Artikel vom 12.04.08. Statt 40 Jahre mal glatt eben fast das doppelte Alter!? Es ist zwar
generell bekannt, daß z.B. Zootiere oft ein höheres Lebensalter als in freier Wildbahn erreichen, aber bei Meldungen wie diesen fragt man sich doch immer wieder, ob die so selbstgewiß
daherkommenden Aussagen in den Biologielehrbüchern über maximale Lebenserwartungen tatsächlich auf empirisch belastbaren Daten beruhen oder ob hier vielleicht relativ kleine Fallzahlen
unzulässig verallgemeinert werden.)
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18.04./Immortalismus:
Why man COULD live for ever
The day may soon come when death is no longer inevitable, says Demond Morris
Few years ago I held the hand that had served Vincent van Gogh with the paints he used to create his greatest
masterpieces.
I was at the 121st birthday party of Madame Jeanne Calment, officially the oldest person who has ever lived. When she was
a teenager, she had worked in her father's shop in Arles in the south of France.
Autor: Desmond Morris ----- Weiter zum Artikel aus der dailymail schon vom 07.04.08
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18.04./Medizin:
So schützen Sie sich vor Alzheimer
Sie rettet Leben und schützt vor schweren Krankheiten: Die richtige Vorsorge. Am Wochenende findet der Erste Europäische
Präventionskongress in Deutschland statt. Führende Experten erklären in BILD, wie sich jeder vor den großen Volkskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Alzheimer, Osteoporose & Rheuma,
Krebs oder Depressionen schützen kann.
Autor: Sünje Banasch ----- Weiter
zum Artikel aus BILD-Online schon vom 07.04.08
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18.04./Zitate:
“Mit 25 Jahren wird man alt. In diesem Alter beginnt leise und unerbittlich der Alterungsprozess. Eigentlich komisch,
dass die meisten mit 50 immer noch nicht aufgegeben haben, sondern weiter an der Anti-Aging-Front kämpfen.”
(Aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 10.04.08. Seltsame Verknüpfung und krampfhafter Versuch an überkommenen
Altersselbstbildern festhalten zu wollen. In Wirklichkeit hat es historisch gesehen noch nie so viele gesunde, vitale und jugendliche 50-jährige gegeben wie heute, die in den meisten Fällen
noch nicht einmal irgendein bewußtes oder systematisches Anti-Aging betreiben. Um so größer ist daher das individuelle Potential, wenn sie die längst gegebenen Chancen wahrnehmen würden.
Genauso gut könnte man schließlich auch fragen, warum ein 50-jähriger noch zum Arzt geht, wenn er krank ist, er muß ja doch ‘eines Tages’ sterben, aber wer in dieser Art von altklugem
Jugendwahn befangen ist und das Alter jetzt schon mit 25 anfangen läßt - medizinisch durchaus korrekt, aber rhetorisch wie lebenspraktisch absurd - wird zum aussichtsreichen Kandidaten für
die Auszeichnung ‘Der Lemming des Monats’. Wir gratulieren!)
L.M.M.
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15.04./Religion:
ZDF-Nachtstudio über die Unsterblichkeit der Seele
Die ursprünglich schon für den 6.4. angekündigte Folge des ZDF-nachtstudios zum Thema ‘Ist die Seele unsterblich? Rückkehr eines Phantoms’
wurde auf die nächste Sonntag- zu Montagnacht, 20.4., 0 Uhr 30, verschoben. Bei Volker Panzer am virtuellen Kamin diskutieren der Hirnforscher John-Dylan Haynes, der Kulturwissenschaftler Thomas Macho, der Physiker Rolf Landua, der Journalist Mathias Schreiber und die katholische Theologin Saskia Wendel. In der Ausgabe vom 6.4. widmete sich die Talkrunde dagegen und passenderweise noch vor der Abstimmung im Bundestag letzten Freitag der Problematik der Stammzellenforschung. Diese Sendung kann auch als Videostream auf der entsprechenden
nachtstudio-Homepage
heruntergeladen werden. L.M.M.
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15.04./Politik:
Die Macht der Älteren
Womöglich nehmen die Entscheidungen des Bundeskabinetts, gleichzeitig die Renten mehr als bis vor wenigen Wochen geplant
zu erhöhen und die Rentenversicherungsbeiträge später als geplant zu senken, künftige Selbstverständlichkeiten vorweg. Womöglich wird es in Zukunft die Ausnahme sein, dass ältere gegenüber
jüngeren Bürgern schlechter behandelt werden.
Autor: Günter Bannas ----- Weiter zum Artikel aus FAZ-Online vom 09.04.08
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15.04./Empirie:
Gott und die Demographie
Was uns Religionsstatistiken erklären und was nicht
Weltweit übersteigt die Zahl der Moslems erstmals jene der Katholiken. Dies hat der Vatikan am Montag mitgeteilt. 1,1
Milliarden katholische Christen stehen demnach 1,3 Milliarden Moslems gegenüber. Autor: Walter Brehm ----- Weiter
zum Artikel aus dem St. Gallener Tagblatt schon vom 03.04.08
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12.04./Politik:
Bundestag erleichtert Stammzellenforschung
Die Auflagen für die Forschung mit embryonalen Stammzellen sind künftig in Deutschland weniger streng als bisher. Der
Bundestag stimmte nach engagierter Debatte einer Gesetzesänderung zu, die deutschen Wissenschaftlern die Arbeit mit neueren Stammzelllinien erlaubt. Weiter zum Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 11.04.08. Zur gestrigen Entscheidung des Bundestags siehe auch den Artikel ‘Ein
kleines bisschen Freiheit’ auf SPIEGEL-Online, der über Reaktionen aus der Wissenschaft berichtet.
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12.04./Medizin:
"Toter als tot geht nicht"
Die Qualität von Erste-Hilfe-Kursen ist schlecht. So schlecht, dass kaum ein Laie Leben retten kann. Neue Studien
belegen: Längst widerlegte Mythen werden weitergegeben, die Übungen decken sich kaum mit der Realität. Was man sich für den Notfall nicht merken sollte.
Autor: Martin U. Müller ----- Weiter zum Artikel aus SPIEGEL-Online vom 09.04.08
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12.04./Anti-Aging:
Studie macht Mängel in Anti-Aging-Medizin aus
Bern. ap/baz. Bei vielen Anti-Aging-Angeboten ist der Wirksamkeitsnachweis mangelhaft. Sicherheits- und
Qualitätskontrollen sind oft ungenügend. Zu diesem Schluss kommt eine TA-Swiss-Studie. Als nötig werden etwa neue Gesetze erachtet, wobei auch der Bundesrat in der Pflicht sei.
Weiter zum Artikel aus der Basler Zeitung vom 08.04.08
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12.04./Medizin:
Reprogrammierte Zellen lindern Parkinson
Sie sind ethisch unbedenklich und offenbar trotzdem wirkungsvoll: Mit Körperzellen, die zu Stammzellen umprogrammiert
wurden, gelang es Forschern, die Symptome von Parkinson zu lindern - allerdings nur bei Ratten.
Weiter zum Artikel aus SPIEGEL-Online vom 08.04.08
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12.04./Demographie:
Die Altersfalle – schon zugeschnappt?
Der demografische Diskurs pendelt zwischen Aufregen und Abwiegeln
Die Geburtenrate sinkt, die Lebenserwartung steigt. Es droht, sagen Demografen, der Zusammenbruch der Sozialsysteme. Doch
wie verlässlich sind die Daten? Soll man den Apokalyptikern glauben? Oder jenen, die im demografischen Wandel eine systemkonforme Entwicklung sehen? Autor: Joachim Güntner ----- Weiter
zum Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 07.04.08
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12.04./Zitate:
‘(...) In aller Ruhe würde ich dann ab neun Uhr den restlichen Abend mit meinem Partner bei Käse, Rotwein
und Brot verbringen. Mit Kochen – an jedem anderen Tag eine Leidenschaft – würde ich ungern die letzten Stunden vergeuden. Der Rotwein wäre schwer, vielleicht ein Saint-Émilion Grand Cru,
vermutlich würden es auch zwei Flaschen. Wir würden reden und uns auf ein Wiedersehen nach dem Tode freuen. Ich glaube nicht an ein Paradies im räumlichen Sinne, aber an die Unsterblichkeit
der Seele. (...)’
(FDP-Chef Guido Westerwelle in der April-Ausgabe des Polit-Magazins ‘Cicero’, in der Rubrik ‘Die letzten 24 Stunden’, in der Prominente darüber Auskunft geben, wie sie sich ihren letzten Lebenstag vorstellen.)
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12.04./Transhumanismus:
Ich is ich is ich is ich
Vor kurzem tauchte in einem Forum zur Nanomedizin die Frage auf, ab wann ein Mensch, dessen Körperteile durch
immer mehr Ersatzteile ausgetauscht würden, nicht mehr derselbe sei. Oder einfacher: Wie lange kann ein wandelndes Ersatzteillager seine Identität aufrecht erhalten? Angestoßen wurde sie
durch die Vorstellung des Transhumanismus, dass sich der Mensch irgendwann in der Zukunft optimieren wird, indem er „defekte“ Teile beliebig austauscht – bis hin zu seinem Gehirn, dessen
Inhalt zuvor heruntergeladen und zwischengespeichert wird. Autor: Niels Boeing ----- Weiter zum Blogeintrag auf Technology-Online schon vom 17.03.08
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07.04./Politik:
Nächster Arzttermin: Dezember
Ein Kassenpatient, der unter schlimmen Schmerzen leidet, muss neun Monate auf Hilfe warten.
Autor: Dorothée
Schmid ----- Weiter zum Artikel der Berliner Zeitung vom 05.04.08
Anmerkung: Zugespitztes aber anschauliches Beispiel, wie Gesundheit und resultierende Langlebigkeit von ökonomischen und
sozialen Faktoren abhängen, damit aber eine eminent POLITISCHE Qualität entfalten. Blendet man diese Ebene aus, um nur noch über Wissenschaft und Medizin zu diskutieren, also nur noch über
abstrakte Machbarkeit, findet man kaum noch Zugang zum Bewußtsein der vielen, ihren Hoffnungen, Wünschen, Ängsten und Träumen...
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07.04./Alternsforschung:
Biologische Grenzen des Alterns - eine Frage der Evolution?
Eine Tagung der Max-Planck-Gesellschaft gibt Einblick in aktuelle Fragen der Alternsforschung.
Altern, so scheint es, ist für jedes Lebewesen ein unausweichliches Schicksal. Doch weisen jüngste Forschungsergebnisse
darauf hin, dass einzelne Spezies Strategien entwickelt haben, um die Alterung zu verzögern oder ihr möglicherweise sogar ganz zu entgehen. Wie funktioniert Alterung aus biologischer Sicht?
Welche Ursachen und Verlaufsformen hat sie, und welche Variationen gibt es im "Tree of Life"? Diese und weitere spannende Fragen der Altersforschung diskutiert ein Kreis
international angesehener Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten am 10. und 11. April 2008 auf einer Tagung der Max-Planck-Gesellschaft in Ralswiek auf Rügen.
Weiter zur Pressemitteilung des Informationsdienst Wissenschaft vom 03.04.08
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07.04./Politik:
Das Weltsättigungsprojekt
Wie muss die Zukunft der Landwirtschaft aussehen? Auf einer Konferenz in Johannesburg ringen Wissenschaftler, Regierende
und UN-Organisationen um einen globalen Konsens im Kampf gegen den Hunger.
Autor: Christiane Grefe ----- Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 03.04.08
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06.04./Alternsforschung:
Forscher hält Lebenserwartung von 110 Jahren für realistisch
Dietmar Herndler-Brandstetter aus Leonstein erforscht, wie das Leben (in Gesundheit) verlängert werden kann. Er wurde
dafür mit dem Karl Landsteiner Preis ausgezeichnet.
Weiter zum Artikel der österreichischen Rundschau-Online vom 03.04.08
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06.04./Zitate:
„Ein anderer Fall machte Blanke 2002 weltberühmt. Damals untersuchte der Neurologe eine Epilepsie-Patientin, der er
zur Vorbereitung auf eine Operation winzige Elektroden ins Gehirn gepflanzt hatte. Als Blanke damit eine spezielle Hirnregion namens Angular Gyrus reizte, geschah Unerwartetes: Plötzlich, so
berichtete die 43-jährige Frau, hatte sie das Gefühl, ihren Körper zu verlassen. »Ich fühle mich leicht und schwebe in etwa zwei Meter Höhe. Unten sehe ich meinen Körper auf dem Bett liegen«,
sagte die Patientin. Als der Arzt die Elektrode deaktivierte, hörte das Phänomen schlagartig auf, als er den Stromfluss wieder einschaltete, meinte die Patientin prompt wieder abzuheben.
Banke hatte, ohne es zu wollen, eine out of body-Erfahrung ausgelöst.”
(Aus dem ausgezeichneten ZEIT-Artikel ‘Im Labyrinth des Denkens’ vom 3.4., der vor allem von einem Großprojekt in
Lausanne zur virtuellen Simulation des Gehirns berichtet.)
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06.04./Anti-Aging:
Helfen Pillen gegen Falten?
Nicht nur Cremes und Salben sollen die Haut glatt und straff machen. Auf dem Markt sind auch Nährstoffkapseln mit
Tomatenextrakten, wundersame Meereselexiere und ein Wässerchen mit dem Zelltreibstoff Q10. Doch wie wirksam sind die Schönheitsmittelchen zum Schlucken?
Autor: Carolin Lockstein ----- Weiter zum Artikel auf WELT-Online vom 01.04.08
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05.04./Zitate:
“Lange kann es nicht mehr dauern, glaubt Ray Kurzweil, bis eintritt, was er als biologische "Singularität"
beschreibt - Unsterblichkeit durch Einsatz kleiner Roboter und künstlicher Intelligenzen. "Kurzweil macht keine halben Sachen. Er nimmt 180 bis 210 Vitamin- und Mineralpillen am Tag, so
viele, dass er es gar nicht mehr selbst organisieren kann ... Kurzweil verbringt auch einen Tag in der Woche in einer Klinik, in der ihm intravenös Langlebigkeitsmittel verabreicht werden.
Der Grund für diese Konzentration auf optimale Gesundheit sollte offensichtlich sein: Wenn die Singularität Menschen in der Mitte dieses Jahrhunderts unsterblich macht, wäre es ein Jammer,
müsste man in der Zwischenzeit sterben. Kurz vor der Singularität an einem Herzinfarkt zu sterben, wäre nicht nur traurig, es wäre auch ein Fall von tragischem Pech, als wäre man der letzte
Soldat, der an der Westfront unmittelbar vor Verkündung des Waffenstillstands erschossen wird." ”
(Aus einer internationalen Presseschau auf WELT-Online vom 1.4., zu einem Artikel der Zeitschrift ‘Wired’)
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04.04./Anti-Aging:
Jung durch Ernährung
Gerade im Anti-Aging-Bereich gibt es eine Palette von Nahrungsergänzungen, Diätempfehlungen bis hin zur
Hormonersatztherapien. Doch gibt es nutritiven Jungbrunnen wirklich? „Nein und Ja“, meint die Vorsitzende des Verbandes der Diaetologen Österreichs Andrea Hofbauer.
Weiter zum Artikel der Salzburger Nachrichten vom 01.04.08
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04.04./Immortalismus:
Alles nur die Gene
Wir glauben nur zu gerne an die Allmacht der Hirnforschung und Genetik – weil sie uns von der Verantwortung für das
eigene Handeln entlastet. Autor: Tanja Dückers ----- Weiter zum Artikel auf ZEIT-Online vom 02.04.08
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04.04./Alternsforschung:
“Generell gilt: Wir altern ab 20“
KÖLNER STADT-ANZEIGER: In Köln wird sich das Max-Planck-Institut für Alternsforschung ansiedeln. Wann geht es los?
JÄCKLE: Ab September werden wir uns in einer Interimslösung in Köln etablieren. In vier bis fünf Jahren ist das Institut
fertig. Dann werden rund 300 Wissenschaftler dort arbeiten.
Weiter zum Interview im Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.03.08
Anmerkung:
Natürlich spielen genetische Faktoren im Alterungsprozeß eine wichtige Rolle, aber bei der alten Grundsatzfrage zwischen Programm- und Verschleißparadigma geht es
im Kern nicht darum, ob sondern WIE sie das tun! Der früher dominante Programmansatz postulierte genetische Programme oder gar ‘Todesgene’, die Altern und Tod systematisch, deterministisch
und AKTIV veranlassen und steuern, analog zu anderen genetischen Regulationsprozessen etwa in den Wachstumsphasen von Kindheit und Pubertät. Gäbe es tatsächlich solche genetischen
Alterungsprogramme, hätten Verschleißfaktoren allenfalls noch zusätzliche, verstärkende oder modifizierende, auf jeden Fall nur sekundäre Funktion, denn der einzelne Organismus müsste bei der
Existenz eines intrinsisch und zwangsläufig ablaufenden Altersprogramms auf jeden Fall altern und sterben, genau so wie es Prof. Jäckle im Interview postuliert. In diesem - begrenzten - Sinne
wären Mischungen zwischen den beiden Grundprinzipien also durchaus möglich, die sich aber in ihrer Reinform schon logisch ausschliessen.
Warum es nun aktive Alterungs- und Todesgene schon aus evolutionstheoretischen Gründen aber nicht geben kann, hat Tom
Kirkwood schon vor 30 Jahren in seiner ‘Theorie des disponiblen Somas’
aufgezeigt, wie mittlerweile auch das Kernindiz, das lange Zeit für die Gültigkeit des programmtheoretischen Ansatzes zu sprechen schien, nämlich das Hayflick-Limit, mit der sukzessiven Verkürzung der Telomere im Laufe kontinuierlicher Zellteilungen selbst durch einen Verschleißvorgang erklärt wird! Anders gesagt: die Gene sind selbst Verschleißprozessen bzw. der fortgesetzten Ansammlung von Schäden ausgesetzt, PASSIV (z.B. auch durch schädliche Mutationen, Umweltgifte etc.), weshalb es kein Wunder ist, wenn alle möglichen genetischen Regulationsprozesse mit zunehmendem Alter immer dysfunktionaler und pathologischer werden. Man sollte sich freilich davor hüten, solche genetischen Dysfunktionen mit ihren weitreichenden und letztlich tödlichen Folgen wieder als sinnvollen und kohärenten Vorgang misszuverstehen. Daher ist die von Prof. Jäckle verwendete altehrwürdige Metapher einer genetischen ‘Lebensuhr’, also eines quasi-automatischen, strukturierten und in sich geordneten Alterungsmechanismus, der seine fatale Wirkung entfaltet “unabhängig von den Schäden, die Einfluss nehmen könnten”, völlig unangemessen. L.M.M.
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04.04./Religion:
Das Christentum als Zweig der Physik (Frank Tipler: Die Physik des Christentums)
Die gute Nachricht zuerst: Wir werden alle auferstehen, das menschliche Leben wird nach dem "anthropischen
Prinzip" überall sein, und das, was folgt, wird uns wie eine Ewigkeit vorkommen, auch wenn es nur den Bruchteil einer Sekunde dauern wird. Denn unsere fernen Nachkommen werden das
Elterngebot kennen und achten und uns in Form von Computerprogrammen emulieren.
Autor: Hermut Löhr ----- Weiter zur Besprechung auf FAZ-Online vom 31.03.08
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02.04./Anti-Aging:
Erstes Anti-Aging-Lexikon erschienen
Schon vor einigen Monaten ist das erste Anti-Aging-Lexikon erschienen, wie eine jüngste
Verlagsmitteilung noch einmal mitteilte. In diesem Zusammenhang sei ergänzend auch auf eine Broschüre
der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verwiesen, die darüber aufklären will, inwieweit die Wirkung von Anti-Aging-Mitteln wissenschaftlich belegt sei oder nicht. Heft 5/2007 der Zeitschrift ‘STERN gesund leben’ von letztem September brachte eine Kurzfassung dieser Broschüre, wobei das STERN-Sonderheft in vielen öffentlichen Bibliotheken verfügbar ist.
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01.04.08/Empirie:
Fast 3 von 10 Deutschen wollen 150 werden!
“Auf die Frage, ob sie gerne 150 Jahre alt werden würden, antworten mit Ja 33 Prozent der Ostdeutschen, aber nur 24
Prozent der Westdeutschen.”
Dieses Zitat findet sich zwar nur in einer aktuellen Glosse von ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein, in der er witzige Zusammenhänge zwischen eigentümlichen Umfrageergebnissen konstruiert, die Zahlen selbst dürften aber aus jener repräsentativen
Allensbach-Umfrage stammen, deren mehrfache Wiederholung in großen Zeitabständen immer wieder auf’s neue die prinzipielle Größenordnung des Langlebigkeitswunsches der Deutschen bestätigen konnte. Dabei beeindruckt nicht nur der absolute Wert, der darauf hinausläuft, daß immer noch jeder dritte bis jeder vierte Deutsche - also über 20 Millionen Menschen! - glatt doppelt so alt wie die heutige durchschnittliche Lebenserwartung werden will. Es imponiert vor allem auch die Zahl von 150, da sie deutlich jenseits jener 120 bis 130 Jahre angesiedelt ist, die von Medizin und Alternsforschung gewöhnlich als maximale Altershöchstgrenze angegeben werden! Sie liegt natürlich auch weit über der landläufigen 100, die noch viel mehr Menschen anstreben und heute schon in vielen Fällen als realisierbar gelten muß. (Weniger imposant ist allerdings der langfristige Niedergang des Ausgangswertes des Langlebigkeitswunsches, der vor Jahrzehnten schon einmal 50% betragen hat, deutliches Zeichen des seit den späten Siebzigern einsetzenden fatalen Zukunftspessimismus in politischer, wirtschaftlicher und vor allem ökologischer Hinsicht.)
Ein Ziel von 150 Jahren symbolisiert damit die reine Wünschbarkeit extremer Langlebigkeit ungeachtet aller Fragen und
individuellen Kenntnisstände zu wissenschaftlich-medizinischer bzw. praktischer Realisierbarkeit oder anders gesagt: es kommt in dieser Zahl eine qualitative Grenzüberschreitung auf
Bewußtseinsebene zum Ausdruck, die Anlaß zur verstärkten Hoffnung gibt. Wenn Millionen, die bis jetzt nur oberflächlich und ohne ihrem Wunsch größere Aufmerksamkeit, Kraft und praktische
Priorität zu geben, heute schon grundlegende Dispositionen für die Ideale und Ziele des modernen Immortalismus aufweisen, dann kann man sich ausrechnen, welche tieferen Motivationen und
kollektiven Handlungsbereitschaften aktiviert werden können, wenn man diesen Idealen Organisation, Struktur und Richtung gibt! Der von Martenstein ironisierte Unterschied zwischen Ost- und
West-Deutschland dürfte dabei zum größten Teil der eklatanten Differenz in den religiösen und konfessionellen Bindungen geschuldet sein, da mit stärkerer Nähe zu einem konventionellen
Christentum wie in der alten BRD eine größere Affinität zu traditionell-religiös geprägten Lebenszeit- und Jenseitsmodellen einhergeht, die sich dann auch statistisch bzw. umfragearithmetisch
niederschlagen. Da andererseits größerer Zukunftsoptimismus normalerweise vor allem mit größerem materiellen Wohlstand und stärkerer beruflicher Absicherung korreliert, wäre daher sogar ein
noch viel größerer Unterschied in den Langlebigkeitshoffnungen zwischen Ost- und West-Deutschen zu erwarten, wenn die ökonomischen Verhältnisse in den neuen Bundesländern schon die gleichen
wären wie in den alten. L.M.M.
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L.M.M.
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